Earth: Final Conflict © Pandastorm
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Artikel vom 21.05.2015 | Heimkino->Serien

Earth: Final Conflict



Die erste Staffel der Must-see-SF-Serie


"Sie kamen vor drei Jahren und veränderten
für immer die Zukunft der Menschheit ..."


Mit diesem Satz beginnt jede Folge von der völlig zu Unrecht bei uns mehr oder weniger unbeachteten SF-Serie Earth: Final Conflict und genau so wirft uns die Serie mit der ersten Folge in folgendes Szenario: Um das Jahr 2015 landen die außerirdischen Taelons auf der Erde und mischen sich fortan in die Geschicke der Menschheit ein. Sie bringen neue Technologien, sie bekämpfen den Hunger der Menschheit, schlichten Kriege und helfen Krankheiten zu bekämpfen ... und trotzdem glauben nicht alle Erdbewohner vorbehaltlos den Versprechungen, folgen nicht alle den Entscheidungen und Empfehlungen der Companions, wie die scheinbar überlegene Rasse aus dem Weltraum fortan auf der Erde genannt wird. Vor allem der reiche Unternehmer Jonathan Doors, der seinen eigenen Tod fingiert, versucht höchst vehement hinter die wahren Absichten der außerirdischen Spezies zu kommen.

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Bone, Da'an und ganz rechts Sandoval

Serienfacts
Earth: Final Conflict © Pandastorm
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Cover: Earth: Final Conflict
Serientitel: Earth: Final Conflict
Originaltitel: Earth: Final Conflict
Alter deutscher Titel: Mission Erde – Sie sind unter uns
Cast: Kevin Kilner, Robert Leeshock, Lisa Howard, Jayne Heitmeyer, Von Flores, Richard Chevolleau, Melinda Deines, David Hemblen, Leni Parker, Anita La Selva, Majel Barrett-Roddenberry, William deVry, Frank Moore, Alan Van Sprang
Produktionsland: Kanada/USA
Studio/Verleih: Pandastorm
Produktionsjahr: von 1997–2002
Spieldauer je Folge: 41 Minuten
Folgen insgesamt: 110
Folgen Staffel 4: 22
Sprache: Deutsch DD 2.0, Englisch DD 2.0
Regioncode: codefree
Format: 4:3 (Staffel 1-2), 16:9 (Staffel 3-5)

Staffel 1, Kurzbeschreibung


William Boone, ehemals leitender Kriminalbeamter, wird als Sicherheitschef der Companions bestellt, die Einwilligung dazu gibt er jedoch erst nach dem rätselhaften Tod seiner Frau. Doch auch die Widerstandsbewegung von Milliardär Jonathan Doors rekrutiert ihn, zusammen mit der ebenfalls für Da'an - den amerikanischen Companion - arbeitenden Pilotin Lili.
Boones "CVI", ein Implantat das ihn bedingungslos in die Dienste der Thaelons stellen soll, wird manipuliert, so dass er zwar die besonderen Fähigkeiten des Implantats nutzen kann, er aber trotzdem Herr seiner Entscheidungen bleibt. Auch der "Skrill", eine biologische Waffe an seinem Unterarm, leistet ihm fortan gute Dienste. Im Laufe der Folgen kümmert sich das Team um größere und kleinere Belange der Thaelons und versucht dabei den Mittelweg zwischen Spionage für die Gegenbewegung und der Vermittlung von Aliens zur Menschheit zu finden.

Das meint onyourscreen.de zur Serie


Als Mission Erde – Sie sind unter lief die Serie Earth: Final Conflict ab 1999 in Deutschland auf "VOX", kam aber über ein Nischendasein oder Zweitausstrahlungen via "Premiere" oder "Tele 5" nie hinaus. Völlig unverständlich übrigens, denn die wirklich ansprechende Reihe war mindestens auf dem Niveau von V - Die Ausseridischen Besucher kommen, die im TV ein Renner war und wohl mit die erste Serie darstellte, die verleihtechnisch erfolgreich in den Regalen der deutschen Videotheken stand. Sicher, V ist rund 15 Jahre früher entstanden, aber die Ähnlichkeiten sind unverkennbar. Nicht das wir Gene Roddenberry, dessen durch seine Witwe vermarkteten Aufzeichnungen die Grundlage zu Earth: Final Conflict bildeten, hier Plagiatismus vorwerfen würden ... aber gefühlt hat man sich in der Machart, bei den Story Basics und der Darreichung einiges ausgeliehen - zumindest mehr als bei Roddenberrys üblichen Verdächtigen Star Trek oder Andromeda (welches aber auch erst nach seinem Tod in die Gänge kam).

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Bone bekommt sein CVI implantiert

Gene Roddenberry's Earth: Final Conflict, eine kanadisch/us-amerikanische Produktion, brachte es zwischen 1997 und 2002 auf insgesamt 110 Folgen und schreckt nicht davor zurück, Hauptcharaktere sterben zu lassen (die aber später gerne auch wieder reinkarniert zurückkehren). So dürfen wir Kevin Kilner als Maincharakter William Boone vorerst nur in der ersten Staffel die Daumen bei seinen oft höchst dramatischen Eingriffen drücken, die nächsten drei Staffeln müssen wir dann ohne ihn auskommen. Auch Lisa Howard als Pilotin Lili Marquette ist uns durchgehend nur in Staffel 1 und 2 gegönnt, der weniger sympathische Thaelon-Attaché Ronald Sandoval, gespielt von Von Flores, dagegen wird uns in allen Staffeln begleiten. Apropos Thaelons - zumindest in der ersten Staffel sind die Absichten der Ausserirdischen nicht wirklich zu erkennen. Der meist sehr sanft und gütig dargestellte Da'an macht es dem Zuschauer zusätzlich schwer in den sogenannten Companions, die Hunger, Krieg und Krankheiten bekämpfen, ein Feindbild zu erkennen. Wir sind gespannt, wie es in den kommenden Veröffentlichungen weitergeht, die Staffel 2 ist für den 18. September 2015 angekündigt. Eine recht lange Wartezeit, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die größte Freude.

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  • Earth: Final Conflict<br>© Pandastorm
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Das meint onyourscreen.de zur Veröffentlichung


Die erste Staffel von Gene Roddenberry's Earth: Final Conflict wartet mit 22 Folgen im extra schicken 6-Disc-Digipack und hochwertigem Schuber auf wahre Freunde der Retro-Science-Fiction. Die Staffel ist überraschenderweise limitiert auf 3.000 Stück und einzeln nummeriert - das machts für Sammler natürlich nochmal interessanter. Leider darf man sich nicht an Zusatzmaterial ergötzen, dafür liegt der Veröffentlichung ein 12seitiges Booklet bei, das uns die Entstehung der Serie näher- und einen kompletten Episodenguide mitbringt. Das nicht ganz günstige Vergnügen kommt ab dem 29. Mai in den Handel und kann bereits vorbestellt werden - unsere Empfehlung dafür habt ihr.

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Unboxed

Das onyourscreen.de-Fazit zu EARTH: FINAL CONFLICT


Nochmal zurück zu V - Die Ausserirdischen Besucher: jedem, dem diese oder ähnliche Serien gefallen haben, sollte, nein muss Earth: Final Conflict antesten. Der Retro-Charme des Gesamtwerks, der trotz eingesetzter CGIs deutlich handgemachter als heutige Serien wirkt, und die interessanten bis exzellenten einzelnen Episoden, machen einfach Spaß. Sicher, die Invasions-Saga, die übrigens zuerst Battleground: Earth heißen sollte aber aufgrund der Ähnlichkeit zu L. Ron Hubbarts "Battlefield Earth" umbenannt wurde, ist weder Star Trek noch Andromeda, aber auf ihre eigene Weise, zumindest in unseren Augen, mindestens genauso unterhaltsam.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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