Die Höhle © Ascot Elite Home Entertainment
© Ascot Elite Home Entertainment
Artikel vom 17.10.2014 | Heimkino->Blu-Ray

Die Höhle



Überleben ist ein Instinkt, keine Wahl


Gerade der spanische Found Footage-Horrorfilm ist ja seit 2007 absolut en vogue, hauchte doch damals der One-Location-Horror [?REC] dem nahezu angestaubten Wackelkamera-Subgenre neues Leben ein. Die mittlerweile vierte Reinkarnation des Titels steht uns bevor, ein US-Remake - Quarantäne - plus Sequel zeigt auch, wie lukrativ so etwas sein kann. Mit La Cueva, oder zu deutsch Die Höhle, wagte sich der Spanier Alfredo Montero 2012 an soetwas wie ein The Descent ohne Monster, lässt seine Helden alles mit GoPros dokumentieren und zeigt, das der wahre Horror in uns selber steckt ...

Die Höhle © Ascot Elite Home Entertainment
© Ascot Elite Home Entertainment
Eng, düster, beklemmend

Bevor wir uns weiter mit Die Höhle beschäftigen, hier noch ein paar

Found Footage-Highlights im Überblick


BLAIR WITCH PROJECT (1999)
Die Mutter aller Wackelkamerafilme sorgte vor mittlerweile über 15 Jahren für Angst und Schrecken. Drei Studenten reisen für ihr Abschlussprojekt nach Maryland, um dort der Legende der Hexe von Blair auf den Grund zu gehen. Sie halten ihre Erkenntnisse auf Videoband fest. Doch in den unheimlichen Wäldern geschehen merkwürdige Dinge und die Gruppe wird nie wieder gesehen. Nur ihr gedrehtes Material wird Tage später gefunden. Die Pseudodoku von Eduardo Sánchez und Daniel Myrick wurde für geschätzt 60.000 Dollar gedreht und spielte weltweit mehr als 248 Millionen Dollar ein – bis heute einer der profitabelsten Filme der Geschichte.

PARANORMAL ACTIVITY (2007)
Ebenfalls immens erfolgreich entwickelte sich „Paranormal Activity“, der 2007 dem etwas angestaubten Found-Footage-Genre wieder neuen Aufwind brachte. In nur zehn Tagen drehte Newcomer Oren Peli sein Regiedebüt mit unbekannten Darstellern in seinem eigenen Haus ab. Dort wird ein Pärchen mit klappernden Pfannen, zuschlagenden Türen und mysteriösen Geräuschen konfrontiert. Der Siegeszug des Films begann, als der Sage nach Steven Spielberg den Film in seinem Büro schaute und nach der Hälfte abbrechen musste. Angeblich traten während der Sichtung paranormale Ereignisse auf.

[?REC] (2007)
Es sollte eine ganz normale Dokumentation über die örtliche Feuerwehr werden. Doch was sich dann beim Einsatz der Retter in einem Mehrfamilienhaus ereignet, war wohl das letzte, was sich TV-Reporterin Ángela vorgestellt hätte. Denn ein Virus verwandelt die Bewohner des Hauses nach und nach in blutrünstige Bestien, ein Entkommen scheint aussichtslos. Der packende Zombieschocker wurde zum Überraschungshit und zog mehrere Fortsetzungen nach sich. Auch die USA kamen auf den Geschmack und realisierten nur ein Jahr nach Erscheinen des Originals mit „Quarantäne“ ein 1:1-Remake, das wiederum mit einem Sequel fortgeführt wurde.

CLOVERFIELD (2008)
Nach einem Japan-Trip kam „Star Wars 7“-Regisseur J.J. Abrams die Idee zu einem Monstermovie. Im Grunde keine Innovation, doch der von Abrams produzierte und von „Planet der Affen: Revolution“-Regisseur Matt Reeves inszenierte Found-Footage-Film über eine Gruppe partyfreudiger Amerikaner, die sich selbst filmen und sich plötzlich einem Kampf gegen ein furchtbares Monstrum ausgesetzt sehen, überzeugt mit einem richtig fiesen Biest und versteckten Details.


DIE HÖHLE (2014)
In Zeiten von umschnallbaren GoPros und Mini-Kameras ist es ein Leichtes, seinen Urlaubstrip dauerhaft in bewegten Bildern festzuhalten. Eine tolle Möglichkeit, die auch die fünf Freunde im spanischen Horrorthriller DIE HÖHLE nutzen, ihre waghalsigen Sprünge ins Wasser und die Entdeckung einer steinigen Höhle zu filmen. Die Neugierde wird jedoch böse bestraft, als der Ausgang aus dem dunklen Loch nicht mehr zu finden ist. Und als wäre das nicht genug, ereignen sich tief unter der Erde merkwürdige Dinge, die bei der Gruppe schnell Panik auslösen. Dank der modernen Technik können sich die Urlauber später alles noch einmal auf dem Fernseher ansehen – vorausgesetzt, sie überleben die Tortur.

Mediafacts
Die Höhle © Ascot Elite Home Entertainment
© Ascot Elite Home Entertainment
Cover: Die Höhle
Titel: Die Höhle
Originaltitel: La Cueva
getestete Version: Blu-ray
Cast: Marta Castellote, Xoel Fernández, Eva García-Vacas, Marcos Ortiz
Regie: Alfredo Montero
Studio/Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Produktionsland: Spanien
Erscheinungstermin: 2014
Produktionsjahr: 2012
Spieldauer: 77 Minuten
Regioncode: 2
FSK: ab 16 J

Filmkurzbeschreibung


Formentera: weißer Sand, kristallklares Wasser, unberührte Natur. Fünf Freunde freuen sich auf den Urlaub ihres Lebens auf der spanischen Ferieninsel. Als sie nach ihrer Ankunft eine mysteriöse Höhle entdecken, ahnt noch niemand von ihnen, dass sie für ihre Neugier bitter bezahlen müssen. Denn aus dieser Höhle gibt es kein Entkommen! Als die Vorräte knapp werden, treffen die Ersten drastische Entscheidungen, um das eigene Überleben zu sichern. Was als spannendes Abenteuer beginnt, endet in einem Fiasko. Aus Freunden werden Feinde, aus Menschen blutrünstige Kannibalen!

Das meint Onyourscreen.de zur Blu-ray DIE HÖHLE


Der Horror in Die Höhle steckt nicht in blutenden Details, fiesen Monstern oder zerfetztem Irgendwas - der Horror sind hier die klaustrophobische Enge, die viel zu schmalen Tunnel, die Dunkelheit, die Ausweglosigkeit. Nach der ziemlich doofen Einführung der wenig sympathischen fünf Charaktere, nimmt der Streifen dann Fahrt auf, wenn die zwei weiblichen und drei Männlichen Vollspacken abenteuerlustig in das Höhlensystem hinabsteigen, natürlich völlig ungesichert, ohne Ahnung und ohne jede Vorsichtsmaßname. "Deppen, Vollidioten, Schlauberger, ihr habts nicht besser verdient, verreckt im Dreck" könnte sich da bei dem einen oder anderen Zuseher als Meinung manifestieren, doch je länger die seltsamen Fünf in der tatsächlich bedrohlichen Enge herumkraxeln, je fieser die Situation wird, je extremer die Gedanken (und Taten) der Protagonisten werden, desto beklemmender wirkt die Situation auch auf den Betrachter im heimischen Wohnzimmer. Die Höhle ist kein Meisterwerk und steht auch ganz sicher und zurecht am Ende der oben aufgeführten Streifen, ist aber für ein Low-Budget-Projekt recht ordentlich gelungen. Kann man sich mal ansehen


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
© Anolis Entertainment

© ©Senri Akatsuki-SB Creative Corp./Undefeated Bahamut Partners ©SA-SBCr/UBP

© Anolis Entertainment

© Pandastorm