Die Brut des Teufels © Anolis Entertainment
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Artikel vom 25.01.2017 | Heimkino->DVD

Die Brut des Teufels



Der letzte Godzilla der Showa-Ära


Auf Kontinuität der Gesamtstory oder auch nur halbwegs passende Zeitstrukturen innerhalb des Godzilla-Universums, wurde während der 15 Filme umfassenden Showa-Ära (zwischen 1954 und 1975) nur selten Rücksicht genomen. Godzilla war vieles, anfangs vor allem die personifizierte Atombombe und der alles vernichtende Menschenfeind. Man ließ ihn sterben und wieder auferstehen. Er kämpfte gegen irdische, gottgleiche sowie ausserirdische Monster und Mächte und wurde ganz nebenbei zum telephatisch ort- und manipulierbaren Papa und Menschenkinderfreund. Hanebüchend und völlig wirr - so wie wir Freunde des riesigen Monsters es nunmal gern haben. Doch am Ende der ersten großen Godzilla-Ära meinte man es vermeintlich besser machen zu wollen ... und so folgte auf den 14. Eintrag namens King Kong gegen Godzilla (OT: ?????????, Gojira tai Mekagojira) ein echtes Sequel: Die Brut des Teufels (OT: ????????, Mekagojira no gyakush?).

Mediafacts
Die Brut des Teufels © Anolis Entertainment
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Cover: Die Brut des Teufels
Titel: Die Brut des Teufels
Originaltitel: ????????, Mekagojira no gyakush?
aka: Die Brut des Teufels, Konga, Godzilla, King Kong
aka: Godzilla und der Kampf der Titanen (TV)
US-Titel: Terror of Mechagodzilla
getestete Version: Limited Edition 2-Disk-DVD der Kaiju Classics Reihe von Anolis
Cast: Katsuhiko Sasaki, Tomoko Ai, Akihiko Hirata, Katsumasa Uchida, Gor? Mutsumi, Tadao Nakamaru, Toru Kawai
Regie: Ishir? Honda
SFX-Regie: Teruyoshi Nakano
Produktionsland: Japan
Studio/Verleih: Anolis Entertainment
DVD-Release: 2017
Produktionsjahr: 1975
Spieldauer: 83 Minuten
Sprache: Deutsch (DD 2.0, mono), Japanisch (DD 2.0, mono)
Regioncode: 2
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Filmkurzbeschreibung


Der erste Versuch Außerirdischer, die Erde mit Hilfe ihres Roboters Mechagodzilla zu erobern, schlug fehl. Nun haben sich die Invasoren mit dem brillanten Wissenschaftler Dr. Mafune verbündet, der als Ausgestoßener der Gesellschaft auch noch eine Rechnung mit seinen Mitmenschen zu begleichen hat. Mit dem neuen Roboter Mechagodzilla 2 und dem im Meer lebenden Titanosaurus geht es zum Angriff. Ein junger Wissenschaftler verliebt sich in Mafunes Tochter, ohne zu wissen, dass sie mehr Maschine als Mensch ist und die Steuereinheit Mechagodzillas im Körper trägt. Soll Mechagodzilla besiegt werden, muss sie sterben. Als schließlich auch Godzilla eingreift, kommt es zur alles entscheidenden Schlacht.

Das meint Onyourscreen.de zum Film


Wurde King Kong gegen Godzilla (1974) noch unter der Regie von Jun Fukuda nach einem Drehbuch von Jun Fukuda und Hiroyasu Yamamura produziert, so holte T?h? für Die Brut des Teufels (1975) Alt-Meister Ishir? Honda zurück ans Ruder. Die Grundlage zum Film entstammt einem Wettbewerb, den Yukiko Takayama für sich entscheiden konnte. Die Story überzeugte die Macher derart, das sie der jungen Filmstudentin sogar die Ausarbeitung des endgültigen Drehbuchs überliesen - dass erste und einzige mal übrigens, das eine weibliche Drehbuchauorin im japanischen Godzilla-Universum ihre schreibenden Finger im Spiel hatte.
Wie schon angedeutet, war Die Brut des Teufels als Nachfolgefilm zum ein Jahr zuvor veröffentlichten Streifen konzipiert. Die gleichen Aliens - auch wenn sie erstaunlicherweise dieses mal keine Affen mehr unter ihren menschlichen Masken sind - bergen den in King Kong gegen Godzilla im Meer versenkten Mechagodzilla und wollen mit dem runderneuerten MG2 Tokio zerstören, um ihr NewTokio entstehen zu lassen. Nach dem Disaster vom vorhergehenden Versuch die gesamte Menschheit auszurotten, backen die Jungs vom Black Hole nun also deutlich kleinere Brötchen. Aber selbst das trauen die Invasoren sich selbst und ihrem technologischen, schwer bewaffneten Monster nicht alleine zu. Sie verbünden Sie sich mit Dr. Mafune, mit dessen Hilfe Sie sowohl MG2 als auch den riesigen Titanosaurus ferngesteuert als Waffe einsetzen wollen. Dabei spielt Dr. Mafunes Tochter Katsura - in die sich der Biologe Akira Ichinose verliebt - eine große Rolle, auch Interpol mischt sich ein. Für viel Drama, ein Mini-Portiönchen Erotik (oh mein Gott, man sieht ihre (künstlichen) Brüste) und Spannung ist also gesorgt. Was uns in der Jugendvorstellung damals alles nur peripher tangiert hat, denn wir wollten Monsterkloppereien sehen. Doch bis unser aller Hero Godzilla das erste mal auftaucht, dauert es doch einiges. Wenn er dann aber schließlich (auf Seiten der Menschheit) mit Mechagodzilla 2 an der Seite von Titanosaurus loslegt, wohnen wir einem herrlich inszenierten Mega-Monster-Bash bei. Gefühlt noch mehr als beim Prequel durfte Special-Effekt-Mastermind Teruyoshi Nakano aus dem Vollen schöpfen. Tolle und vor allem großflächige Modellbauten durften niedergetrampelt werden, die Kostüme der drei Big-Boys wirkten alle prima, die Explosionen waren gewaltiger denn je. Zig Einstellung die in Sekunden Unmengen von Yen verbrannt (im wahrsten Sinn des Wortes) haben mussten, lassen das Herz des Kaiju-Freundes vor Freude pochen. Die Brut des Teufels ist ein Kracher und würdiger Schluss der Showa-Ära, denn aufgrund des finanziellen Misserfolgs dieses Streifens, sollte es neun Jahre dauern, bis T?h? 1984 mit Godzilla – Die Rückkehr des Monsters die nächste Ära unseres riesigen Freundes einläutete.

Die Brut des Teufels © Anolis Entertainment
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Titanosaurus - endlich mal wieder ein von der Natur inspiriertes Monster

Das meint Onyourscreen.de zur DVD


Eigentlich ist es fast langweilig, was die Jungs von Anolis da (mittlerweile zum 15. Mal) produzieren, denn es gibt wiederum nix zu meckern an der Veröffentlichung des neuesten Eintrags in deren "Kaiju Classics". Ein erneut großartig gestaltetes Star Metalpak und ein von Ingo Strecker interessant geschriebenes 20-seitges Booklet, bilden das Drumherum für ein pralles Filmerlebnis auf zwei DVDs: die in toller Qualität anzusehende japanische Fassung (komplett synchronisiert selbstverständlich) kommt mit zwei wunderbaren Audiokommentaren ums Eck - der erste locker-flockig präsentiert von Jörg Buttgereit und Alex Iffländer, der zweite etwas vorgelesener wirkend, aber auch immer besser werdend, von Florian Bahr (unterstützt von Ivo Scheloske). Der japanische und türkische (!) Trailer sowie eine Bildergalerie Japanisch & International runden Disk eins ab. Disk 2 (mit der deutschen Kinofassung) wird komplettiert durch den deutschen Trailer, die deutsche Super 8-Fassung, den Werberatschlag und eine deutsche Bildergalerie. Auch dieses Mal liegt der Veröffentlichung ein Gutschein bei, der ein Upgrade auf die eventuell irgendwann erscheinende Blu-ray gegen einen Mini-Unkostenbeitrag garantiert. Rundum komplett also!

Die Brut des Teufels © Anolis Entertainment
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Unboxing: Die Brut des Teufels

Das Onyourscreen.de-Fazit zu DIE BRUT DES TEUFELS


Am 27. Januar 2017 erscheint Die Brut des Teufels für 29,90 Euro im Handel. Auch hier werden ein Großteil des Kontingents ganz früh weg sein, was den meisten Händlern erlauben wird, relativ flott die Preisschraube anzudrehen. Wir würden also empfehlen, sich das eigene Exemplar so schnell wie möglich - warum nicht direkt beim Anolis Haus- und Hofshop i-catchermedia.de - zu besorgen. Der großartige Streifen ist es allemal wert.
Wir sind übrigens schon sehr gespannt, wie Anolis nun, nach Beendigung der Showa-Staffel, weitermachen wird. Denn das es direkt mit der Heisei-Staffel weitergeht, ist doch recht unwahrscheinlich, da die Rechte daran in Deutschland ja eigentlich vergeben sind. Aber im Prinzip gibt es ja noch den einen oder anderen Non-Godzilla-Monsterstreifen der in die Reihe passen würde. Möglicherweise fliegt uns ja bald eine Motte oder ein Pteranodon durchs heimische TV-Gerät. Daumen drücken.

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  • Die Brut des Teufels<br>© Anolis Entertainment
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© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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