Die Braut des Prinzen
Artikel vom 28.02.2011 | Heimkino->DVD

DIE BRAUT DES PRINZEN



Ein nostalgischer, durchgehend urkomischer Fantasy Film


Alles was zu einem richtigen Märchen gehört, kommt in diesem Film vor: Verfolgungsjagden, Degenduelle, gute und böse Menschen, schöne Frauen, seltsame Wesen, ein lispelnder Räuberanführer, betrunkene Spanier, Intrigen, witzige Sprüche und natürlich die wahre Liebe. Das alles mit genügend Raum für eigene Phantasie und dem Wissen, dass alles (nur) ein Märchen ist.

Mediafacts
Die Braut des Prinzen
Cover: Die Braut des Prinzen
Titel: Die Braut des Prinzen
Originaltitel: The Princess Bride
getestete Version: DVD
Cast: Robin Wright Penn, Chris Sarandon, Christopher Guest, Andre the Giant, Billy Crystal, Peter Falk
Regie: Rob Reiner
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Concorde Video
DVD-Release: 2003
Produktionsjahr: 1987
Spieldauer: 94 Minuten
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Regioncode: 2
Format: 16:9 - 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren

Kurze Inhaltswiedergabe


Sowas geht nicht? Genau das denkt sich auch der kranke Junge, als sein altmodischer Opa anrückt, um ihn dieses Märchen vorzulesen. Die Geschichte handelt von Buttercup, nicht dem intelligentesten, aber zweifellos dem schönsten Mädchen der Welt, die sich in ihren Laufburschen Wesley verliebt. Aus diesem Grund (nämlich von der schönsten Frau geliebt zu werden) beschließt er zur See zu fahren um dort Geld und Ruhm zu erlangen. Er wird dort allerdings vom grausamen Piraten Roberts ermordet und der schönen Buttercup bricht das Herz. Nach 5 Jahren erscheint der Prinz Humperdinck, weltgrößter Jäger und exzentrischer Tiersammler - und möchte Buttercup ehelichen. Diese hat sich geschworen, nie wieder zu lieben, was den Prinzen herzlich wenig stört, da er hinterhältige Pläne mit ihr vorhat. Während eines Austritts wird Buttercup von dem gerissenen Verbrecher Vizzini, dem unbesiegbaren Riesen Fezzik und dem besten Degenfechter aller Zeiten Inigo Montoya entführt. Sie planen, Buttercups Leiche an der Landesgrenze zurück zu lassen, um einen Krieg zwischen den Nachbarländern zu provozieren. Sie werden jedoch von einem geheimnisvollen maskierten Mann verfolgt ...

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Der schwarze Mann mit dem perfekten Timing

Der totgeglaubte Wesley, in Wahrheit als Pirat zu Reichtum gelangt, kehrt rechtzeitig zurück um Buttercup zu retten. Als Amtsnachfolger des gefürchteten Roberts hat er natürlich imposante Piratentricks erlernt. So steht das professionelle Entführertrio nach der Begegnung mit Wesley nahezu vor einem beruflichen Burnout-Syndrom.
Das verliebte Paar kann fliehen, gerät allerdings schnell in unvorhersehbare Schwierigkeiten. Wer rechnet denn schon mit gefährlichen Feuersümpfen oder RVAGs (Ratten von außergewöhnlicher Größe)? Und der sechsfingrige Graf Rugen, von Beruf ethikfreier Experimentalbiologe, muss unbedingt sein neues Folterinstrument erproben, wobei ihm Wesley als Versuchskaninchen gerade recht kommt. In einem Zustand, den man medizinisch als „überwiegend tot“ bezeichnen muss, wird Wesley schließlich entsorgt. Für Buttercup, die mittlerweile neben Humperdinck vor dem Traualtar steht, stehen die Aussichten unverheiratet davon zu kommen, gar nicht gut.


Natürlich ist es klar, dass in Märchen das Gute siegt und so ist es eigentlich nur eine Frage, wie es gelingt! Ironische Dialoge mit trockenem Humor durchzogen entlocken dem Zuschauer stets ein breites Grinsen: z.B. ist der Dialog zwischen Inigo und dem an den Klippen des Wahnsinns hängenden Mann in Schwarz und das folgende Duell eine komödiantische Meisterleistung, mit Sätzen wie "Also wirfst du deinen Fels weg, ich werfe mein Schwert weg, und wir versuchen uns umzubringen wie zivilisierte Leute?". Langeweile kommt zu keiner Sekunde auf, das Drehbuch quillt vor geistreichen Einfällen. Die Settings bilden eine perfekte Kulisse, die eine gemäldehafte Atmosphäre schafft. Auch musikalisch wird viel geboten: die von Mark Knopfler komponierte Musik untermalt die Bilder fantasievoll und trägt entscheidend zur Stimmung bei.

Das meint Onyourscreen.de zur DVD


Was hat dieser tolle Film verbrochen, das er so behandelt werden musste? Was sich Concorde bei der Veröffentlichung von Die Braut des Prinzen geleistet hat, spottet wirklich jeder Beschreibung: Das Bild ist körnig, Artefakte sind reichlich zu sehen und Extras sucht man auch völlig vergebens. Da hat Rob Reiners Werk doch deutlich mehr verdient. Wer auf die deutsche Tonspur verzichten kann, greift vorsichtshalber zum UK-Import, da hat man sich deutlich mehr Mühe gegeben.

Onyourscreen.de Fazit zu DIE BRAUT DES PRINZEN


Kein ernst gemeinter, aber ein grandioser Film, der für fast jeden Geschmack geeignet ist und sich besonders als optimales Mittel zum Totlachen eignet (präziser gesagt zum überwiegend Totlachen). Eine gelungene Parodie auf das Märchen-Genre sowie die klassischen Mantel-und-Degen-Abenteurer und dabei gleichzeitig eine filmische Verbeugung vor beidem.

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© Text: onyourscreen.de / AM


 
 
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