Devil's Pass © Ascot Elite Home Entertainment
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Artikel vom 03.02.2014 | Heimkino->Blu-Ray

Devil's Pass



Nach einer wahren Begebenheit?!


Devil's Pass. Ein Found-Footage Horrorfilm. Schon wieder. Hört das irgendwann mal wieder auf? Manchmal muss man The Blair Witch Projekt ja wirklich hassen, denn mit dessen Erfolg ist die Wackelgedöns-Welle so richtig ins Rollen gekommen. Aber dann entdeckt man im Trailer oder auf dem Cover den Namen des Regisseurs: Renny Harlin. Auch wenn es nicht direkt klingelt, irgendwie hat man den Namen doch im Ohr, oder?


Mediafacts
Devil's Pass © Ascot Elite Home Entertainment
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Blu-ray-Cover: Devil's Pass
Titel: Devil's Pass
Originaltitel: The Dyatlov Pass Incident
getestete Version: Blu-ray
Cast: Gemma Atkinson, Matt Stokoe, Richard Reid, Holly Goss, Luke Albright
Regie: Renny Harlin
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Ascot Elite Home Entertainment
DVD-Release: 2014
Produktionsjahr: 2013
Spieldauer: 101 Minuten
Sprache: Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Englisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
Regioncode: 2
FSK: ab 16 Jahre

Filmkurzbeschreibung


Zwei weibliche und drei männliche, amerikanische Studenten wollen einem seit 50 Jahren ungelösten Rätsel auf die Spur kommen. 1959, in einer kalten Februarnacht im Ural am sogenannten "Berg der Toten", stirbt eine Gruppe erfahrener Bergsteiger auf unerklärliche Weise. Anscheinend mussten diese ihr Lager panikartig verlassen haben, denn ihre Zelte wurden von innen aufgerissen. Einige sind fast nackt, ihre Körper weisen schwerste innere Verletzungen auf, ohne Spuren äußerer Gewalteinwirkung. Bei einer Leiche fehlt die Zunge. Kleidungsstücke sind radioaktiv verstrahlt. Viele Theorien ranken sich um den Fall, von militärischen Experimenten über Aliens bis zum Yeti.
Die forschnden Studenten folgen den Spuren des Unglücks und schlagen an der gleichen Stelle ihr Lager auf, als ihre technischen Geräte plötzlich versagen. Die Verbindung zur Außenwelt ist abgerissen, der Albtraum beginnt ...

Das meint onyourscreen.de zum Film


Um das eingangs erwähnte Rätsel mal aufzulösen: Renny Harlin ist den meisten wohl bekannt als Regisseur von Blockbustern wie Stirb Langsam 2, Nightmare on Elm Street 4 und Cliffhanger, aber auch "Nahe-am-B-Movie"-Filmen wie Der Pakt - The Covenant, Driven oder Deep Blue Sea und machte zuletzt eher als Serienregisseur von sich reden. Sein aktuelles 70 Millionen Dollar-Projekt The Legend of Hercules hat noch keinen Starttermin in Deutschland und scheint auch eher gefloppt zu sein. Nun, das Line-Up zeigt zumindest, das Renny Harlin eine Größe im Business ist und das man einen Film wie Devil's Pass nicht achtlos im Regal liegen lassen sollte. So überwanden wir unsere Wackelkamera-Phobie und stürzten uns in das eiskalte Abenteuer. Und das ist Devil's Pass lange Zeit auch eher, ein Abenteuerfilm. Den vom angekündigten Horror und Grusel ist lange nichts zu sehen. Die Einführung der Charaktere, die Anfänge der Expedition, das Rantasten an den Unglücksort und an die zugrunde liegenden Wahrheiten, werden recht breit ausgewälzt, langsam vorbereitet und vieles erinnert tatsächlich an den mittlerweile fast altehrwürdigen Found Footage-Pioneer Blair Witch Projekt. Was grundsätzlich aber ja mal kein Fehler und hier durchaus auch als gelungen zu bezeichnen ist. Nur ganz langsam und allmählich werden die Hinweise mysteriöser, die Geschehnisse unerklärlicher, die Umstände gruseliger, das Abenteuer zum Alptraum. Horror-artig wird es erst ganz zum (seltsam-absurden aber irgendwie auch coolen) Ende hin, aber auch nicht so, das man den Streifen nicht mit seiner sensibelen, besseren Hälfte schauen könnte.
Ja, das Ende. Nun, wir wollen da nicht zu sehr spoilern, aber ob man unbedingt neben dem zugrunde liegenden, wahren und schon per se genug Fragen aufwerfenden Bergsteiger-Mysterium, zusätzlich das noch seltsamere Philadelphia Experiment hinzuziehen musste, bleibt fraglich. Irgendwie scheint einem, als wären dem Drehbuchautoren die ersten dreiviertel des Scripts zu langatmig gewesen, was er dann am Ende (unnötigerweise) im Galopp auszumerzen versuchte.

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Forscherdrang ...

Das meint onyourscreen.de zur Blu-ray


Wenn man mag, darf man Devil's Pass vorwerfen, das er für einen Found Footage-Film fast ein wenig zu glatt, zu gut, zu High Def aussieht. Muss man aber nicht. Wir waren genau so mit Bild und Ton zufrieden. Bei den Extras hätte man gerne eine Schippe drauflegen dürfen, Making of und Originaltrailer sind doch recht dürftig. Gerade hier durfte man doch einiges zu den Hintergründen des Unglücks erwarten - Belege, echte Stimmen, Vermutungen. Schade, aber wenigstens ist ans Wendecover beim FSK-16-Film gedacht worden.

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...wandert sich in Panik


Das onyourscreen.de-Fazit zu DEVIL'S PASS


Wer grundsätzlich damit Leben kann, das hier alles so aussieht, wie es bei einem "Snow Blair Witch Projekt im HD-Zeitalter" aussehen würde, wem auch beim dreiundzwölzigsten Wackelkamera-Pseudo-Doku-Grusel-Gedöns immer noch die Hände feucht werden, der darf sich auch Renny Harlin's Devil's Pass ansehen. Wer dann noch mit dem leicht abstrusen Ende ein wenig aufgeschlossen umgeht, wird hier seinen Spaß haben. Wir fanden unseren frostigen Besuch im nördlichen Ural, am teuflichen Dyatlov Pass, größtenteils unterhaltsam, aber nicht besonders aufregend.

Gewinnspiel:
Devil's Pass


The Dyatlov Pass Incident, so der Originaltitel von Devil's Pass, ist pseudo-dokumentarisch aufgezogen, sollte aber aber auch im Fall des Gewinns von 1 x 1 DVD oder 1 x 1 Blu-ray (denn die verlosen wir hier unter allen Einsendern mit der korrekten Antwort) nicht zur Wahrheitsfindung der seltsamen Ereignisse herangezogen werden.

Das Gewinnspiel ist beendet. Alle Teilnehmer befinden sich in der Lostrommel. Wir geben in Kürze das Ergebnis bekannt.
Devil's Pass © Ascot Elite Home Entertainment
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© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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