Das schwarze Reptil © Anolis Entertainment
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Artikel vom 10.09.2015 | Heimkino->Blu-Ray

Das schwarze Reptil



Der schwarze Tod geht um in Cornwall


Der mittlerweile neunte Eintrag in der von Anolis vertriebenen Hammer-Blu-ray-Reihe ist keinem der klassischen drei Hammer-Gruselcharaktere gewidmet, nicht mal einem klassischen Literaturstoff. Hier dreht sich alles um ein verflucht hübsches Mädchen das sich in einen verflucht tödlichen Schlangenmenschen wandeln kann ... Das schwarze Reptil.

Das schwarze Reptil © Anolis Entertainment
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Das Reptil schlägt zu

Mediafacts
Das schwarze Reptil © Anolis Entertainment
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Blu-ray-Cover: Das schwarze Reptil
Titel: Das schwarze Reptil
Originaltitel: The Reptile
getestete Version: Blu-ray, Softbox
Cast: Noel Willman, Jennifer Daniel, Ray Barrett, Jaqueline Pearce
Regie: John Gilling
Vertrieb: Anolis Entertainment
Produktionsland: England
Erscheinungstermin: 2015
Produktionsjahr: 1966
Spieldauer: 90 Minuten
Ton: Deutsch DTS HD-MA 2.0 Mono / Englisch DTS HD-MA 2.0 Stereo
Regioncode: 2
FSK: ab 16 J

Filmkurzbeschreibung


Dr. Franklyn, seines Zeichens Erforscher fremder Kulturen und Religionen, ist zu tief in die Geheimnisse einer Schlangenanbeter-Sekte vorgedrungen. Um seine Strafe noch härter ausfallen zu lassen, hat der Geheimbund seine hübsche Tochter Anna verflucht. Trotz der Rückkehr nach England verwandelt sie sich seitdem immer wieder in eine Schlangenfrau und verbreitet den "schwarzen Tod" in Cornwall. In diesen Ort verschlägt es nun auch Harry Spalding mit seiner jungen Gemahlin Valerie, der trotz Warnungen das ihm vererbte Haus seines kürzlich vestorbenen Bruders bezieht. Gastwirt Tom Bailey erzählt Harry von den seltsamen Todesfällen und freundet sich mit ihm an. Die beiden beschließen den Geheimnissen auf den Grund zu gehen, doch als Harry selbst beinahe Opfer des "schwarzen Todes" wird, gerät auch seine Frau in die Fänge des schwarzen Reptils ...

Das meint Onyourscreen.de zum Film


Auch wenn Das schwarze Reptil sicherlich nicht zu den bekanntesten Hammer-Klassikern gehört, wurde es Zeit gerade dieses Werk mit einer typischen Anolis-Veröffentlichung zu ehren. Man mag ja von den typischen Hammermonstren Dracula, Frankenstein (jaja, natürlich meinen wir dessen Monster und nicht den Doktor) und der Mumie begeistert sein, doch Das schwarze Reptil steht denen in Flair und Spannung in nichts nach. Wenn wir ehrlich sind, gefällt uns dieser "Hammer" aus der bisher 9-teiligen Reihe mit Ausnahme von Das grüne Blut der Dämonen sogar am besten. Gerade die nebelige Atmosphäre, die aufwendigen und gelungenen Sets aber auch die strange Maske des Reptils - natürlich aus der Hand von Roy Ashton -, gehen nicht mit dem bekannt geringen Budget des Films einher. Ein Grund für die geringen Ausgaben war die mehr oder minder gleichzeitige Produktion eines weiteren Hammer-Films: Nächte des Grauens. Dieser spielte nominell ebenso im Örtchen Cornwall, was die Wiederverwendung vieler Kulissen erlaubte. Mit John Gilling durfte dann der gleiche Regisseur auch mit zum Teilen gleichen Darstellern auskommen. Eine davon ist Jacqueline Pearce, die in Das schwarze Reptil die verfluchte Anna Franklyn spielt und vor allem in einer Szene zu absoluter Höchtform aufläuft. Bei einem Abendessen zu dem Harry und Valerie Spalding in das Franklynsche Anwesen geladen wurden, darf die schwarzhaarige Anna den Gästen auf einem orientalischen Instrument ein Ständchen bringen. Dabei spielt sie sich dermassen in Rage, das es eine wahre Freude ist ...
Den wahren Schrecken in The Reptile (so der Orignaltitel des Werks) verbreitet übrigens nicht das titelgebende Monster. Für uns ist es zum einen die wabernd-atmosphärische Dichte der Szenerien und die gelungene Maskerade der Dahinsiechenden, sobald sie das schwarze Reptil in den Klauen hatte. Im Gedächnis bleiben zudem dem der leider nicht ganz so lange Auftritt von Mad Peter und die schon angesprochene musikalische Einlage von Anna ...

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  • Das schwarze Reptil<br>© Anolis Entertainment
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Das meint Onyourscreen.de zur Blu-ray


Man darf sie ja beinahe langweilig nennen, die ewigen Lobhudeleien auf nahezu alle Anolis-Veröffentlichungen. Aber was soll man machen? Was gut ist, darf man auch loben. Auch der nun erstmalig auf Blu-ray vorliegende Das schwarze Reptil besticht wiedermal mit einer großartigen Bildqualität. Die Farben sind "hammer"-mäßig, die Kontraste und Schärfe so wie sie sein müssen. Der Ton, auch wenn er synchronisiert nur in Mono vorliegt, ist jederzeit angenehm - die englische Originalspur liegt in Stereo vor. Das herausragende ist aber - anolis-typisch - immer das Bonusmaterial: beim wiederum unterhaltsamen und informativen Audiokommentar von Dr. "Horror" Rolf Giesen mit Volker Kronz ist man erneut erstaunt, wieviel man aus dem zu Sehenden herauslesen und wieviel Hintergrundwissen man sich aneignen kann. "The Serpents Tale": Maiking of The Reptile ergänzt das Ganze, genauso wie der britische Kinotrailer, die US-TV-Spots, der deutsche Werberatschlag und eine Bildergalerie. Wer keines der beiden im Cover variierenden Mediabooks ergattern möchte, verzichtet dabei auf die Limitierung und das 32-seitige Booklet - geschrieben von Dr. Rolf Giesen und Uwe Sommerlad. Alles andere ist auch auf der Softbox/Amaray-Version vorhanden.

Das schwarze Reptil © Anolis Entertainment
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Jeder wie er will ... Das schwarze Reptil als Mediabook (Cover A und B) sowie als Softbox

Das Onyourscreen.de-Fazit zu Das scharze Reptil


Das schwarze Reptil aus dem Jahre 1966 überzeugt trotz seinem geringen Budget. Wer sich auch nur ansatzweise für klassischen Grusel-Filmstoff begeistern kann. darf diese Perle von Hammer Film nicht verpassen. Das gewohnt hochwertige Begleitmaterial machen die am 28. August 2015 erschienene Anolis-Veröffentlichung zu einem weiteren Highlight in der schon recht umfangreichen Hammer-Blu-ray-Edition.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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