Darren Aronofsky
Artikel vom 13.10.2011 | Themen

Darren who?



Darren Aronofsky.


Darren Aronofsky Filme
1998: Pi
(Regie, Drehbuch)

2000: Requiem for a Dream
(Regie, Drehbuch)

2002: Below – Da unten hört dich niemand schreien
(Produktion, Drehbuch)

2006: The Fountain
(Regie, Drehbuch)

2008: The Wrestler
(Regie, Produktion)

2010: Black Swan
(Regie)

2010: The Fighter
(Produktion)
Darren Aronofsky ist Regisseur. Darren Aronofsky hat bisher nur fünf Spielfilme gedreht. Und mit den letzten beiden hat er sich derart in das gleissende Scheinwerferlicht Hollywoods katapultiert, wie es nur selten einem "Neuling" gelungen ist. Gemeint sind natürlich The Wrestler und Black Swan, doch bereits die Frühwerke Aronofskys konnten überzeugen. Nur eben nicht die breite Masse.

Pi? Pi!


Darren Aronofskys Debütstreifen Pi war auch nie bestrebt das allgemeine Kino-Publikum zu erreichen. Denn nach bester US-amerikanischer Independent-Manier ging es in Pi etwas zu arthausig zu, als dass es den gemeinen Popcorn-Junkie aus seinem Sessel hätte reißen können. Ein Film für eingefleischte Cineasten und Kritiker war Pi. Und ist es noch.
Für mehr schon etwas mehr Aufmerksamkeit sorgte dann sein zweiter Spielfilm. Requiem for a Dream schaffte es binnen kürzester Zeit unter der jungen Cineasten-Generation zum Kultfilm. Mit dem Drogen-Coming-of-Age-Trip schaffte Aronofsky den Schritt vom Underground-Regisseur zum Geheimtipp. Plötzlich war er auch in jenen Kreisen bekannt, die von Pi zuvor noch niemals gehört hatten. Die Tür zur großen Hollywood-Karriere stand mit einem Mal weit offen, doch mit dem überambitionierten The Fountain funktionierte es nämlich weniger beim neu gewonnenen Publikum. Dem Mix aus Kubrick-Visionen und Meta-Pilates konnten nämlich nur die wenigsten folgen. Allzu wirr, viel zu prätentiös und vielleicht sogar ein bisschen halbgar. Die Aronofsky-Fans fürchteten sich plötzlich. Denn die Reise, die mit den ersten beiden Filmen einen so vielversprechenden Anfang genommen hatte, holperte plötzlich einen esoterischen Irrweg entlang. Doch dann kam Mickey Rourke.




Unfassbar gut: The Wrestler


Was für die meisten Filmemacher seit den frühen 90er Jahren wie eine Drohung klingen musste, nutzte Darren Aronofsky, um einen der beeindruckendsten Filme der vergangenen Jahre zu fabrizieren. Mit Mickey Rourke in der Hauptrolle. Und dabei hatten Hauptrollen und Rourke seit gefühlten Ewigkeiten keine Einheit mehr gebildet. Dass der abgehalfterte Mickey in The Wrestler einen abgehalfterten Wrestler spielt, ist dabei natürlich kein Zufall. Diese kalkulierte Symbiose aus Film und Realität brachte Rourke seine erste Oscar-Nominierung ein und hievte Aronofsky in den Dunstkreis von Christopher Nolan, der derzeit als neues Regie-Wunderkind Hollywoods gefeiert wird. Feiern durfte auch Darren Aronofsky. Sein bislang letzter Film konnte nämlich den Erfolg von The Wrestler noch übertreffen. Mit patentiertem Independent-Look verfolgte die Kamera in Black Swan dieses Mal eine von Ehrgeiz zerfressene Ballerina. Oscar-Triumph für Natalie Portman inklusive. Dass Dareen Aronofsky bei der Oscarverleihung 2011 selbst leer ausging, dürfte ihn dabei nicht sonderlich geschmerzt haben, denn dank des Erfolgs seiner beiden letzten Filme gehört er derzeit zu den angesagtesten Hollywood-Regisseuren überhaupt. Kino-Fans können an dieser Stelle nur hoffen, dass der neu gewonnene Ruhm nicht für Komplikationen sorgt. Denn mit dem Bekanntheitsgrad sprießen bekanntlich auch die Gagen in die Höhe. Und dann ist die Gefahr groß, dass die Qualität angesichts von ungekannten Verpflichtungen auch mal auf der Strecke bleibt. Wir sind gespannt.


© Text: onyourscreen.de / TA / AS

 

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