Coma © capelight
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Artikel vom 08.04.2020 | Heimkino->Blu-Ray

Coma



Abgefahrenes SF-Universum


Nach dem Superheldenspaß Guardians, dem Science Fiction-Abenteuer Attraction und seinem brandneuen Sequel Attraction 2 - Invasion (OYS-Review), dem phantasievoll-mystischen Dreiteiler Chroniken der Finsternis (OYS-Review)und diversen neueren Kriegsfilmen aus Russland, beginnt man die dortige Filmindustrie nicht nur wahrzunehmen, sondern weiß sie mittlerweile auch zu schätzen. Sicherlich merkt man fast durch die Bank, das hier dem amerikanischen Vorbild in Sachen Bombast-Optik nachgeeifert wird, doch spätestens mit dem nun vorliegenden Coma, entwickelt man auch ganz eigene Looks ... und produziert nebenbei unterhaltsames Heimkino-Vergnügen.

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Filmkurzbeschreibung


Nach einem tragischen Unfall findet sich ein junger Architekt in einer ihm unbekannten Welt wieder. Einer Welt, erbaut aus den Erinnerungen von Menschen, die in einem tiefen Koma liegen. Das menschliche Gedächtnis aber ist lückenhaft, chaotisch und instabil – und genau das ist Coma: Städte, Landschaften und Gebäude verschmelzen ineinander, Lücken in den Erinnerungen sind Risse in der mysteriösen Welt. Die Gesetze der Physik sind ausgeschaltet und albtraumhafte Reaper – gefährliche Schattenwesen – machen Jagd auf die Menschen, die hier gestrandet sind. Auf der Suche nach einem Weg zurück in die Realität, schließt sich der Architekt einer Gruppe von Freiheitskämpfern an und stößt auf ein Geheimnis, von dem das Leben aller abhängt.

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Coma erscheint als DVD, Blu-ray und Blu-ray Steelbook

Coma ist seit dem 3. April 2020 als DVD, Blu-ray und als Blu-ray SteelBook erhältlich und seit dem 20. März 2020 digital bei Amazon Prime verfügbar. Wir haben uns den unterhaltsamen Science Fiction gerade angesehen und waren von Beginn an, alleine aufgrund des sehr eigenständigen Looks, begeistert. Grobe Vergleiche mit Inception oder diversen Szenen aus Doctor Strange sind fraglos vorhanden, doch in einem ganz eigenen visuellem Umfeld. Fast als hätte man klassische Matte Paintings (Kulissen Malereien) hinter modernes CGi gepackt. Das wirkt höchst eigenständig und erfrischend neu. Auch die Story weiß zu fesseln, was wir immer dann gut erkennen, wenn unser (zu oft) üblicher Griff zum Second Screen ausbleibt. Selbst darstellerisch wird das immer besser, auch wenn das noch kein Hollywood-A-Movie-erreicht. Trotzdem darf man Coma vorwerfen, zuwenig Augenmerk auf die Charakterzeichnung geworfen zu haben - so richtig warm mit den einzelnen Charakteren wird man leider nie. So bleibt die emotionale Ebene ein wenig auf der Strecke, was aber die unique Optik und die durchaus spannende Story locker ausgleichen. Diverse Kritiken reiten ja auf den deutlichen Anleihen, nicht nur optisch, bei u.a. der Matrix-Trilogie rum ... ja, die sind nicht zu übersehen, aber könnte man den Griff zu Bekanntem nicht nahezu jedem Film der letzen Jahre unterstellen?

Coma ist ein optisches Brett, das auch insgesamt sehr unterhaltsam daher kommt. Ihr werdet sicherlich den einen oder anderen recht vorhersehbaren Part erkennen, ja sicherlich auch einige Logiklücken entdecken. Aber was soll's? Die nur vier Millionen teure Produktion hat andere Stärken. Feierabend-Bierchen auf und Film ab - ihr werdet euren Spaß haben.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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