Bunker of the Dead © Koch Media
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Artikel vom 24.05.2016 | Heimkino->Blu-Ray

Bunker of the Dead



First-Person-Found-Footage-3D ... und so!


Shock Waves, Frankensteins Army, Dead Snow und Dead Snow 2, die Outpost-Reihe aber auch der noch ausstehende, crowd-finanzierte Sky Sharks von Marc Fehse machen aus der Kombination von Nazis und Zombies ja fast schon sowas wie ein Subgenre des Untoten-Horror. Oft, allerdings nicht immer mit wenig Budget gedreht, meist mit ordentlich Splatter aber auch dem Sinn für Humoresques ausgestattet, machen diese Zombie-Nazi-Crossover nicht nur dem Gorehound ordentlich Spässkes. Auch der Low-Budget Streifen Bunker of the Dead tummelt sich in diesem Metier, hält aber zusätzlich die eine oder andere Besonderheit bereit.

Trailer: Bunker of the Dead

Mediafacts
Bunker of the Dead © Koch Media
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BR-Cover: Bunker of the Dead 3D
Titel: Bunker of the Dead 3D
Originaltitel: Bunker of the Dead
getestete Version: Blu-ray
Cast: Patrick Jahns, Aciel Martinez Pol, Christian Jungwirth
Regie: Matthias Olof Eich
Produktionsland: Deuschland
Studio/Verleih: Koch Media
Erscheinungstermin: 2016
Produktionsjahr: 2015
Spieldauer: 77Minuten
Sprache: Deutsch, DTS- HD-Master Audio 5.1
Regioncode: 2
FSK: ab 16 J.

Filmkurzbeschreibung


Die Freunde Markus und Thomas finden Zugang zu einer unterirdischen Militärbasis aus dem 2. Weltkrieg. Die mit dem Codenamen CERUSIT geführte U-Verlagerung diente den Nazis als geheime Forschungsanstalt und bis heute ranken sich auch Gerüchte um das seit Kriegsende verschollene Beutegold der Nazis. Ausgerüstet mit Funk und 3D-Kamera dringt Markus in das Höhlensystem ein und schon bald findet er tatsächlich die geheime Basis. Was er nicht weiß, ist, dass sich mit seinem Eindringen nicht nur das US-Militär an seine Fersen geheftet hat, sondern auch etwas, das seit über 70 Jahren auf vieles verzichten musste - allem voran auf Nahrung. Für Markus beginnt ein Rennen um sein Leben...

Das meint Onyourscreen.de zum Film


Der Horrorfilm an und für sich ist ja bekannt als Spielwiese für Newcomer und Filmschaffende mit nicht ganz so üppigem Budget (alle Ausnahmen hören hier mal einfach weg). Allerdings ist es gerade hier recht schwer mit etwas Neuem um die Ecke zu kommen. Doch genau das hatte Matthias Olof Eich, der schon mit Break – No Mercy, Just Pain! aus 2009 meist Lob aus den gängigen Horrorkreisen erntete, vor: etwas Neues angehen. So produzierte der Deutsche den vorliegenden Bunker of the Dead nicht nur mit seiner Filmfirma "Praetoria-Productions", er schrieb auch das Drehbuch und führte Regie. Seinen Protagonisten schickt er dabei durch enge Gänge, ordentlich ausstaffierte, unterirdische Szenerien und lässt ihn dabei auf untote und blutrünstige Nazi-Soldaten (und schlimmeres, ihr werdet es sehen) treffen. Das Ganze darf der Zuseher aus der First Person-Perspektive erleben, Shooter-Spieler werden jetzt genau wissen was auf sie zukommt. Um das Ganze - übrigens gerade recht erfolgreich, allerdings um einiges höher budgetiert, mit Hardcore im Kino zusehen - nocheinmal zu steigern, darf man den Spaß sogar in 3D erleben. Fraglich ob dem einen oder anderen da nicht die sogenannte "Gaming Sickness" überfällt ... das kennen ja auch einige Gamer von ihren heißgeliebten Ego-Shooter á la Counter-Strike, Halo, Far Cry oder Call of Duty usw.

Bunker of the Dead © Koch Media
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Wenn das nicht wie ein Ego-Shooter aussieht, was dann?

Bunker of the Dead - übrigens ein ziemlich sperriger und doofer Titel - macht uns eigentlich ordentlich Spaß. Die Story wird flott eingeleitet, die Spannung anfangs in den dunklen Gängen des Bunkers prima aufgebaut, die Begegnungen mit den handmade-maskierten Zombies sind gorig und witzig zugleich, die Splattereffekte fast immer nett bis gut. Dummerweise übertreibt es das Drehbuch ein wenig beim "dumme Sprüche" kloppen ... mit ein wenig mehr Ernsthaftigkeit hätte aus Hauptperson Markus ein echter Sympath werden können, doch so fiebert man eher seinem als dem Ende seiner Gegner entgegen. Trotzdem darf man den oft teurer als er tatsächlich war aussehenden Streifen als gelungen betrachten. Ob es das 3D unbedingt gebraucht hätte, wissen wir nicht. Die dauerhafte Egoperspektive, die witzigerweise wirklich eher an ein Game als an einen der zuletzt überstrapazierten Found Footage-Filme erinnert, funktioniert hier überraschend gut. So darf sich Bunker of the Dead getrost in die Riege der eingangs angesprochenen Spaßbringer einordnen ...

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Bild links Bild rechts
  • Bunker of the Dead<br>© Koch Media
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Das Onyourscreen.de-Fazit zu BUNKER OF THE DEAD


Nazis, Zombies und literweise Kunstblut: Mit dem für wenig Geld in Deutschland entstandenen Found Footage-Horror Bunker of the Dead präsentieren Regisseur Matthias Olof Eich und sein Team eine echte Neuheit: Den ersten auf Film gebannten "First Person Shooter" der Welt, der den Zuschauer - nicht zuletzt dank der eingesetzten 3D-Technologie - mittendrin sein lässt, statt nur dabei. Bunker of the Dead erscheint am 02. Juni 2016 auf 3D-Blu-ray, Blu-ray und DVD und enthält zusätzlich den Kinotrailer sowie ein Making of.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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