Buck Rodgers in the 25th Century
 © Ascot Elite
© Ascot Elite
Artikel vom 03.03.2015 | Heimkino->Blu-Ray

Buck Rogers im 25. Jahrhundert



Die beiden Staffeln der Kultserie jetzt auf Blu-ray


Captain "Buck" Rogers ... Comic-Figur, Radio-, Fernseh- und Kinoheld des 20. Jahrhunderts - die ersten SF-Erzählungen mit ihm als Helden erschienen im amerikanischen SF-Magazin "Amazing Stories" - war Wegbereiter für so einiges, sicherlich auch Flash Gordon, Captain Future und Star Wars. Bei uns populär wurde der Science-Fiction-Held allerdings erst mit der Fernsehserie Buck Rogers in the 25th Century, die nun komplett und erstmals auf Blu-ray im Handel erscheint.

Buck Rodgers in the 25th Century
 © Ascot Elite
© Ascot Elite
Colonel Wilma Deering (Erin Gray) in ausserirdischer Gewalt

Mediafacts
Buck Rodgers in the 25th Century
 © Ascot Elite
© Ascot Elite
Cover der beiden Staffeln
Serientitel: Buck Rogers im 25. Jahrhundert
Originaltitel: Buck Rogers in the 25th Century
Cast: Gil Gerard, Erin Gray, Felix Billa, Tim O'Connor, Thom Christopher (2.St.), Jay Garner (2.St.)
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Ascot Elite
Produktionsjahr: von 1979 bis 1981
Spieldauer je Folge: 45 Minuten
Folgen insgesamt: 37 in zwei Staffeln
Sprache: Deutsch (DD 2.0), Englisch (DD 2.0)
Regioncode: 2

Kurzbeschreibung (Staffel 1)


Captain William "Buck" Rogers wird mit seinem Spaceshuttle Ranger 3 aufgrund einer folgenschweren Panne aus seiner Flugbahn geschleudert, mitten hinein in einen Orbit, der ihn und sein Lebenserhaltungs-System einfriert. Erst 2491, also 500 Jahre später, wird er gefunden, wieder zum Leben erweckt und auf die Erde - allerdings so wie er sie nicht mehr kennt - zurückgebracht. Unter dem irdischen Verteidigungsrat und gemeinsam mit Colonel Wilma Deering. Dr. Huer, Drone Twiki und dem Computerhirn Dr. Theopolis kämpft Buck nun für den Erhalt der Erde.

Kurzbeschreibung (Staffel 2)


Captain Buck Rogers, Colonel Wilma Deering und Twiki brechen auf zu einer bedeutenden Mission: Gemeinsam mit Admiral Efrem Asimov, Dr. Goodfellow und Hawk macht man sich auf die Suche "nach den verlorenen Völkern" - Astronauten und Kolonien mit denen der Kontakt nach dem irdischen Atomkrieg verloren ging.

Das meint Onyourscreen.de zur Serie


Wir schreiben das Jahr 1977.
Star Wars/Krieg der Sterne ist ein gigantischer Kino-Kassenerfolg, Science Fiction ist weltweit wieder en vogue.
Glen A. Larson (u.a. Magnum, Qunicy, Knight Rider), der umtriebige Autor, Produzent und Komponist sah zu recht den Nachholbedarf des TV in diesem Segment und schuf nach Kampfstern Galactica (der Pilotfilm entstand 1978) nur ein Jahr später den Pilotfilm zu Buck Rogers in the 25th Century, dem zwei Staffeln rund um den 500 Jahre eingefrorenen Erdenpiloten folgen sollten. Diese wurden dann Mitte der 1980er Jahre unter dem Titel Buck Rogers im 25. Jahrhundert auch in Deutschland ausgestrahlt. So beeinflusste die Roman- und Comicfigur Buck Rogers nicht nur Star Wars (unverkennbar darf man Buck als Vorbild für Han Solo ansehen), sondern auch der Erfolg von Star Wars das TV-Programm der damaligen Zeit.

Buck Rodgers in the 25th Century
 © Ascot Elite
© Ascot Elite
Buck (Gil Gerard) im schnittigen Raumgleiter

Trivia Bereits 1932 wurden die Abenteuer um Buck Rogers in 12 Folgen zu je 20 Minuten verfilmt. Das Serial lief auch einige Male im deutschen TV. Die 1950 entstandene Fernsehserie "Buck Rodgers" lief nie im deutschen TV und gilt heute als verschollen.
Wer beide Serien - Kampfstern Galactica und Buck Rogers im 25. Jahrhundert verfolgt hat, wird nicht nur diverse Ähnlichkeiten im Humor und dem Bedrohungsszenario feststellen - auch verschiedene Bauten, Kostüme und Modelle kommen einem ab und an bekannt vor. Wobei beide Serien ihre eigenständige Optik hatten. Gerade die Raumschiffe aus den 37 Buck Rogers-Episoden gelten unter Fans als mit die interessantesten dieser Zeit. Interessant sind auch die Eckpfeiler nahezu jeder Buck Rogers-Folge: der Versuch von Buck Floskeln, Essen, Musik oder Gegenstände in die sterile Welt des 25. Jahrhunderts einzubringen, die Bedrohung der Erde durch Schurken oder ausserirdische Invasoren und vor allem die hübsche Weiblichkeit in betont lasziver Aufmachung. Doch auch die zusehenden Damen wurden oftmals durch den behaarten und gerne entblößten Oberkörper des gut gebauten Gil Gerard entschädigt, Gleichberechtigung lässt grüßen.
Im qualitativen Sinne leider nicht wirklich gleichberechtigt waren die erste und zweite Staffel der Serie. Waren die 24 Folgen der Staffel 1 trotz der zig Autoren und Regisseure immer abenteuerlich, amüsant und größtenteils spannend, kann man das von den 13 wirren Episoden der Staffel 2 nun wirklich nicht behaupten. Nicht nur das wichtige Personen der Startstaffel plötzlich fehlten und nicht adäquat durch neue ersetzt wurden, auch der Humor mutierte von amüsant zu dämlich. Kein Wunder das nach den 13 Folgen Schluss war.

Buck Rodgers in the 25th Century
 © Ascot Elite
© Ascot Elite
Gegnerisches Raumschiff

Das meint Onyourscreen.de zu den Blu-rays


Die erste Staffel (2 Discs) und die zweite Staffel (1 Disc) Buck Rogers im 25. Jahrhundert bringt "Ascot Elite" jeweils in der typischen Blu-ray-Softbox mit Wendecover und zusätzlichem Pappschuber heraus - Extras sucht man vergeblich. Das Artwork entspricht dabei dem der DVD-Boxen aus 2010, einen Vergleich zur Bild- und Tonqualität von damals können wir leider nicht ziehen. Was der Publisher auf der Verpackung als "Standard Defintion auf Blu-ray" und "Alle Episoden auf Blu-ray in verbesserter DVD-Qualität" anpreist, macht auf uns einen ordentlichen Eindruck. Sicherlich darf man aufgrund des Alters des zugrunde liegenden Materials keine ultrascharfen und störungsfreien Bilder erwarten, aber wir fanden sowohl die Farbstärke, den Kontrast als auch den Ton angemessen und authentisch. Bitte nicht überrascht sein: die insgesamt 1680 Minuten Buck Rodgers kommen hier im TV-typischen 4:3 Format und Dolby Digital 2.0 daher.

Buck Rodgers in the 25th Century
 © Ascot Elite
© Ascot Elite
Buck und Wilma undercover

Das Onyourscreen.de-Fazit zu Buck Rogers in the 25th Century


Trotz der deutlich schwächeren zweiten Staffel ist und bleibt die Serie Buck Rogers im 25. Jahrhundert beste 80er Jahre-TV-Unterhaltung, auch dank diverser Gaststars. Man freut sich über Jack Palance und (Ur-) Flash Gordon-Darsteller Buster Crabbe (als Brigadier Gordon!) in der Doppelfolge "Vistula – Die tödliche Bedrohung" (OT: "Planet of the Slave Girls") oder Jamie Lee Curtis in einer ihrer ersten TV-Auftritte in "Ein tödliches Wagnis" (OT: "Unchained Woman"). Ebenso Spaß machen die herrlichen Matte Paintings, die netten Bauten, die oftmals freizügigen Kostüme der weiblichen Schönheiten, tolle Raumschiffe, die Spannung aber auch der derbe Humor der je rund 45 Minuten dauernden Episoden. Und überhaupt, wer vermisst nicht das dauernde "Widiwidiwidi" von Twiki? Science Fiction-Fans die die Serie noch nicht komplett in der Sammlung haben, müssen hier zuschlagen - trotz fehlendem Bonusmaterial.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
© Wild Bunch Germany

© Pandastorm

© Anolis Entertainment

© Anolis Entertainment

© ©Senri Akatsuki-SB Creative Corp./Undefeated Bahamut Partners ©SA-SBCr/UBP

© Ascot Elite