Boy 7 © Koch Media
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Artikel vom 07.02.2016 | Heimkino->Blu-Ray

Boy 7



Dystopie aus D?


Boy 7 ist ein Roman der Holländerin Mirjam Mous, die größtenteils Bücher für Kinder über 5 und Jugendliche über 12 Jahren verfasst. Im Jahr 2015 wurde sowohl ein Theaterstück als auch ein niederländischer Film basierend auf dem leicht dystopischen Stoff produziert, was den deutsch-türkischen Filmregisseur Özgür Yildirim nicht daran hinderte, mit dem gleichen Roman als Vorlage seine eigene deutsche Kinoversion von Boy 7 zu gestalten.

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Lara/Girl 8 (Emilia Schüle) rebelliert gegen den Drill durch Isaak (Jenz Harzer).

Mediafacts
Boy 7 © Koch Media
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Plakat: Boy 7
Titel: Boy 7
Originaltitel: Boy 7
getestete Version: Blu-ray
Cast: David Kross, Liv Lisa Fries, Emilia Schüle, Jörg Hartmann, Ben Münchow, Buddy Ogün, Jens Harzer
Regie: Özgür Yildirim
Vertrieb: Koch Media
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungstermin: 2016
Produktionsjahr: 2015
Spieldauer: 108 Minuten
Regioncode: 2

Filmkurzbeschreibung


Ein junger Mann kommt mitten in der Nacht auf den Gleisen in einem U-Bahn-Tunnel zu sich. Weder erinnert er sich an seinen Namen, noch weiß er, wie er dorthin gekommen ist. Als er sich plötzlich auf einem Fahndungsbild entdeckt, begreift er, dass sein Leben in höchster Gefahr ist. Doch zum Nachdenken bleibt nicht viel Zeit, denn seine Verfolger sind ihm dicht auf den Fersen. Unverhofft findet er ein Tagebuch, verfasst in seiner eigenen Handschrift und scheinbar der Schlüssel zu allem. Als schließlich auch noch eine junge Frau (Emilia Schüle) auftaucht, die wie er eine Brandwunde an der linken Hand hat, beginnt eine gefährliche Reise in die Vergangenheit. Mit jedem weiteren Puzzlestück enthüllt sich eine abgründige Verschwörung, die sich in höchste gesellschaftliche Kreise zieht …

Das meint onyourscreen.de zum Film


Chiko, Blutzbrüdaz und der Tatort mit dem Namen Feuerteufel gingen zuvor auf die Kappe des Özgür Yildirim - mit Boy 7 lässt der Regisseur seine Darsteller David Kross und Emilia Schüle in einem SF-Stoff hinter die Wahrheiten eines Resozialisierungsinstitut blicken. Die sich dort auftuenden Abgründe werden vor allem von Jens Harzer als Mit-Obermotz Isaak gelungen fies manifestiert, der uns mit seiner Sprechweise doch irgendwie an Ilja Richter in Disco erinnert hat. Überhaupt tragen die durchweg guten Darsteller den ansonsten nicht sonderlich packenden Stoff. Sicher, der oft in Rückblenden erzählende Plot ist eigentlich gut ausgearbeitet, die Szenerien ordentlich ausgesucht (u.a. Hamburg, aber auch Bonn (die quietschgelbe U-Bahn-Station nahe dem ehemaligen Regierungsviertel ist für einen ortsansässigen Regisseur unschwer zu erkennen)), die Ist-Situation passabel entwickelt - und doch mag niemals echte Spannung auftauchen. Liegt möglicherweise auch an der Vorlage, die eindeutig für Jugendliche über 12 empfohlen wird ... und auch wenn der Film ein paar fiese Momente hat, kann er diese Grundlage nicht wirklich verleugnen.

Boy 7 © Koch Media
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Isaak (Jens Harzer) hat ein ganz besonderes Interesse daran, Sam (David Kross) wiederzufinden.

Das onyourscreen.de-Fazit zu BOY 7


Boy 7 entführt den Zuschauer auf in eine mit gutem deutschen Schauspielern besetze, leicht dystopische Welt, die es aber nicht schafft, über die Grenzen des festgefahrenen deutschen Genrefilms hinaus Impulse zu setzen. Eher brav wird hier eine vorhersehbare Story erzählt, die für einen verregneten Nachmittag taugt, aber keinen spannenden Abend garantiert.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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