Boarding School © capelight pictures
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Artikel vom 16.11.2018 | Heimkino->Blu-Ray

Boarding School




Mediafacts
Boarding School © capelight pictures
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Cover: Boarding School
Titel: Boarding School
Originaltitel: Boarding School
getestete Version: Blu-ray
Darsteller: Luke Prael, Samantha Mathis, David Aaron Baker, Michael Wikes, Will Patton
Regie: Boaz Yakin
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: capelight pictures
Erscheinungstermin: 2018
Produktionsjahr: 2018
Spieldauer: 113 Minuten
Sprache: DTS-HD Master Audio 5.1 (deutsch/englisch)
Regioncode: 2
FSK: ab 16 J.
Boaz Yakin, seines Zeichen Regisseur von Gegen jede Regel oder auch Safe – Todsicher zeichnet sich nun verantwortlich für Boarding School, ein Film über Pubertät und wirklich, wirklich böse Menschen, der vermutlich eher gar kein Horrorfilm sein mag, es aber dann doch irgendwie ist.

Filmkurzbeschreibung


Die nächtlichen Schreie des von Albträumen geplagten 12-jährigen Jacob (Luke Prael) sind für seine Eltern kaum noch zu ertragen. Als seine Großmutter stirbt, wird das Verhalten des ohnehin schon hochsensiblen und überängstlichen Jungen immer sonderbarer. Restlos überfordert suchen Jacobs Eltern Hilfe bei dem strengen Schuldirektor Dr. Sherman (Will Patton), der gemeinsam mit seiner Frau ein exklusives Internat für Problemkinder leitet. Das nächste Schuljahr wird Jacob an dieser Lehranstalt verbringen, die alles andere als eine normale Schule zu sein scheint. Als ein Mitschüler unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt und eine Reihe weiterer beängstigender Ereignisse geschieht, kommt Jacob allmählich hinter den wahren Grund für seinen Aufenthalt an der „Boarding School“ ...


Boarding School beginnt mit den Albträumen von Jacob. Seine daraus resultierenden Schreie sind für Jacobs leicht labile Mutter nahezu unerträglich. Das Ableben seiner Großmutter, deren Existenz von seiner Mutter immer tot geschwiegen wurde, und der Umgang mit dem Nachlass derer, machen Jacob scheinbar noch sonderbarer. Warum das so ist, bleibt allerdings frei interpretierbar - so wie viele Stellen, Ideen und Szene des seltsam uneingängigen Films. Uns zumindest blieb der Zugang zu Charakteren und großen Teilen der sperrig vorgetragenen Handlung verwehrt. Auch die Darsteller wissen nicht wirklich zu überzeugen - oft wirkt deren Tun und Sein eher theaterlastig, denn für einen Film geeignet. Das betrifft neben Will Patton als Internatsleiter Dr. Sherman auch einige aus der jungen Darstellerriege. Die haben es aber auch schwer zwischen den ganzen, teils abstrusen Drehbuchideen von Autor Boaz Yakin, der sie dann auch gleich Regie-technisch verarbeiten will. Ein bisschen Coming-of-Age, fiese Eltern, Traumsequenzen um eine Großmutter während des Naziregime, scheinbare Genderproblematiken, Eltern die nicht handeln wie Eltern - dass alles wird zu einem optisch gut in Szene gesetzten Aufguss aus Drama mit leichten Horrortendenzen, der es einem schwer macht, ihm über die gesamte Spielzeit von 111 Minuten aufmerksam zu folgen.

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  • Boarding School<br>© capelight pictures
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Fazit


Boarding School lässt durch seine auf den ersten Blick nicht zusammenpassenden Versatzstücke viel Raum zur eigenen Deutung durch den Zuseher. Vermutlich zuviel, zumindest für uns. Weder die erwachsenen, noch die jugendlichen Verhaltensweisen oder die Traumsequenzen haben sich uns vollends erschlossen. Damit entstanden nach einem nur in Teilen unterhaltsamen Filmabend durch die wenig eingängige Independent-Produktion mehr Frage- als Ausrufezeichen.


© Text: onyourscreen.de / BM


 
 
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