Best of 2014
Artikel vom 02.01.2015 | Themen

Best of 2014



Der Onyourscreen Jahresrückblick 2014


Hallo und herzlich willkommen Filmjahrgang 2015. Doch was wäre das für ein Anfang, wenn wir nicht erst die Highlights von 2014 aufarbeiten würden? Die Kriterien für unser "Onyourscreen-Best of 2014" lauten wie folgt: der Film muss von uns im Kino, auf DVD oder Blu-ray im Jahr 2014 gesehen und bewertet worden sein, sprich: Aktualität ist keine Pflicht. So haben auch nicht ganz aktuelle Streifen oder gar Klassiker eine Chance auf unsere Aufmerksamkeit. Und hier ist sie, unsere ganz und gar eigene, nunmehr dritte Jahresretrospektive.

Drei Highlights haben unsere zahlreichen Kinogänge hervorgebracht, drei davon haben es geschafft unsere besondere Aufmerksamkeit zu erlangen.

Guardians of the Galaxy


Wow - Popcornkino in Perfektion! So etwas passiert zwar immer wieder mal, aber so laut lachen und abschließend so laut klatschen wie in der Preview des Films (der wir im Original mit Untertiteln beiwohnen durften) haben wir selten ein gesamtes Kino gehört. Und womit? Mit Fug und Recht! Die Guardians of the Galaxy unterhalten non-stop ... und mehr wollen sie auch nicht. Das ist Popcorn-Kino allererster Güte.
Unser Review: Guardians of the Galaxy


Can a song save your life? © Studiocanal
© Studiocanal
Kino-Poster: Can A Song Save Your Life?

Can A Song Save Your Life?


Nach einem so unfassbaren Werk wie Once ist es schwer, Kritiker wie auch Publikum erneut mit einem Musikfilm zu begeistern. Das schaffte John Carney bei der rezensierenden Meute nicht ganz - und das zu Unrecht. Natürlich ist Can A Song Save Your Life? deutlich vorhersehbarer und mainstreamiger als Once, aber was solls? Er lädt uns ein zu einer Backstage-Tour durch das Musikbusiness mit vielen tollen Singer-Songwriter-Songs. Wer sich auch mal den relaxten Filmmomenten hingeben kann, wer mit der Art Musik etwas anfangen kann und auch mal einer nicht so wahnsinnig tiefgründigen Geschichte eine vorbehaltlose Chance gegben will, der ist hier perfekt aufgehoben. Wenn die ersten Songs laufen und man sich erwischt wie die Füße freudig den Takt mitgehen, dann glaubt man auch, das Songs Leben retten können!
Unser Review: Can A Song Save Your Life?

Wish I Was Here


Holla die Waldfee - für Wish I Was Here hat Zach Braff einiges einstecken müssen ... zumindest von den Fans die es scheiße fanden, dass ein Typ der soviel Gerld verdient hat, einen Film via Crowdfunding finanzieren lässt. Ist uns ehrlich gesagt scheißegal, wer nicht mitfinanzieren will, muss es ja nicht tun. Doch auch die geneigte Kritikerschar war sich nicht sicher, ob Zachs neuer Streifen Sie begeistern sollte. Wir sind uns sicher, dass das irgendwelche notorische EInzelgänger und Eigenbrötler gewesen sein müssen, ansonsten ist es uns unerklärlich, wie eine solche cineastische Liebeserklärung an die Familie jemandem nicht gefallen kann.
Nicht so großartig wie Garden State, aber immer noch großartig.
Unser Review: Wish I Was Here

Wish I Was Here © Wild Bunch / Central Film
© Wild Bunch / Central Film
Szene aus Wish I Was Here

Natürlich hat sich auch im Heimkino-Segment so einiges getan. Vor allem haben viele Anbieter, nicht nur die kleinen, den Sammler als Kunden neuentdeckt. Das scheint auch wichtig, der normale Absatzmarkt dürfte dank immer billiger werdender Streamingangebote ja auch weiterhin einbrechen. Dem wirken vor allem Steelbooks entgegen, gerne auch exklusiv bei bestimmten Großhändlern. So folgen den schon länger existierenden Amazon Exklusiv Titeln mittlerweile auch exklusive Saturn, Media Markt oder Müller Produkte. Dem steht der niederländische Versandhändler Zaavi mit seinen Sondereditionen nicht nach, ganz harte Fans greifen zu Kimchi Exclusive oder Nova Media Steels. Wir haben in unseren letzten Last seens auch diverse Steels vorgestellt. Das könnt ihr hier nochmal nachlesen: Last seen 25 | Last seen 26
Dazu geht der Trend weiter zu Hartboxen in kleinen Auflagen und Re-Packs, aber auch Mediabooks sind weiterhin bei Sammlern gefragt. Doch auch mit neuen Editionen erfreuen die Hersteller die Fans. Die zwei die wir recht umfangreich begleitet haben, stellen wir hier nochmal vor.

Rapid Eye Movies: Nippon Classics (Blu-ray)


Der außergewöhnliche Film an und für sich steht bei den DVD-Veröffentlichungen von "Rapid Eye Movies" - oder kurz REM - hoch im Kurs. Juwelen des speziell japanischen Films veröffentlicht REM nun als Blu-ray vom neu-abgetasteten Master in einer eigenen, wenn auch bekannt klingenden Edition: "Nippon Classics". Hier unsere Reviews dazu: Audition | Branded to Kill | Lone Wolf & Cub

Anolis: Die Hammer Blu-ray-Reihe


Gut, ehrlich gesagt startete diese Reihe ja schon ganz am Ende des Jahres 2013. Aber da dort nur der erste Titel erschien, passt die Edition auch prima in unseren Überblick. Auf jeden Fall erleben wir hier Kostbarkeiten aus dem blutig-bunten Giftschrank der Hammer Film, immer jeweils in der Standard-Amaray-Softbox und im limitierten Mediabook ... ab und an auch in alternierenden Cover-Varianten. Gemeinsam ist den Titeln die Anolis-typische hochwertige Extra-Ausstattung: hier geben sich Specials, Audiokommentare, Bildergalerien, Interviews und mehr die Bonusmaterial-Türklinke in die Hand und in den Mediabooks wartet auch noch ein ausführliches Booklet auf den Käufer. Folgende Titel gibt es bisher: Das grüne Blut der Dämonen, Draculas Hexenjagd, Der Fluch der Mumie, Der Fluch von Siniestro, Comtesse des Grauens ...

Comtesse des Grauens © Anolis Entertainment
© Anolis Entertainment
Die Softbox-Varianten des Anaolis Hammer Reihe

Ansonsten war das Jahr aber auch mit einigen normalen Heimkino-Neuheiten bestückt, die besten aus unseren Reviews hier mal im Überblick:

Con Game © Pandastorm Pictures
© Pandastorm Pictures
Blu-ray-Cover: Con Game

Con Game


Ein Heist-Thriller aus Süd-Afrika, gedreht mit recht wenig Moneten. Kann das gutgehen? Jepp, kann - ganz klar dem Genre huldigend kommt Con Game - Kenne deine Feinde daher. Auch wenn die Story nicht umwerfend neu ist, man den Darstellern ihre Unerfahrenheit und dem Gesamtwerk sein geringes Budget doch ab und zu ansieht, ist Con Game rundherum unterhaltsam und dabei spannend. Eine schräge Truppe mit teils völlig überzeichneten Charakteren, ordentlich Action, eine ständig angeheizte Atmosphäre ... so darf, nein, so muss Actionkino sein.
Unser Review: Con Game

Mauern der Gewalt


Neben der glaubhaften seelischen und körperlichen Wut des herausragend agierenden Jack O’Connell (in weiteren Rollen glänzen Rupert Friend und Ben Mendelsohn), hält auch das Drumherumdes englischen Knaststreifens was der Titel verspricht: Mauern der Gewalt ist ausdrucksstarkes und auf seine Weise mitreissendes Kino und hätte durchaus auch einen Start auf der großen Leinwand verdient gehabt.
Unser Review: Mauern der Gewalt

Good Vibrations


Bekanntermaßen ist unsere Redaktion ja Fan von Musikfilmen ... und so freuten wir uns selbstverständlich auch auf die wahre Geschichte des "Goodfather of Punk". Good Vibrations ist ein Musikfilm wie es lange keinen gegeben hat - ein Film mit Herz, Verstand, Poesie, toller Musik und eben Good Vibrations. Knaller!
Unser Review: Good Vibrations


Über die folgenden Filme ist schon soviel geschrieben worden, da reicht der Link auf unsere Reviews:

Snowpiercer - Wirr, irre, klasse!
Dallas Buyers Club - WOW, WAS - EIN - FILM ... mit, wenn nicht das Beste aus dem letzten Jahr!
El Dia de la bestia - Eine der coolsten Kult-Film-Wiederum-Veröffentlichungen des Jahres, perfekt!

El dia de la bestia © Anolis Entertainment
© Anolis Entertainment
Mediabook-Varianten von El Dia de la bestia

Mud


125 Minuten herausragend erzähltes Kino, garnicht so sehr aufregend, mit detailliert ausgeschmückten Charakteren, einem teils verträumten Blick auf das Leben am Fluß und einem Matthew McConaughey in Höchstform - das ist Mud - Kein Ausweg.
Unser Review: Mud

Inside Llewyn Davis © Studiocanal
© Studiocanal
Toller Film, tolle Veröffentlichung

Inside Llewyn Davis


Mit ihrem Musikfilm Inside Llewyn Davis entführen die Ausnahemregisseure und Oscar®-Preisträger Ethan und Joel Coen nach ihrem Western True Grit das geneigte Publikum auf einen faszinierenden Trip durch die Folkszene New Yorks in den frühen 1960er Jahren. Hier trifft man eben nicht den großen Musiker, sondern den, der vor ihm spielte ... den, den das Publikum zwar mochte und ihm gerne zuhörte, aber nicht dessen Alben kaufte. ... den Künstler, dem der Musikproduzent emotionslos sagt: " Da seh ich nicht viel Geld" - "I don’t see any money in this". Mit einem bemerkenswertem Soundtrack vorgetragen von begnadeten Musikern entführt Inside Llewyn Davis in eine zurückliegende musikalische Kultur und setzt ihr und ihren unbekannten Heroen ein Denkmal.
Unser Review: Inside Llewyn Davis

Laurence Anyways


Ein wundervolle, bewegende Geschichte erzählt mit teils opulenten, teils aufwühlenden Bildern und unterstützt von einem fordernden, treibenden Soundtrack wird uns hier bei Laurence Anyways präsentiert. So gut wie nie langatmige 159 Minuten Kunstkino mit feiner, niemals predigender Aussage warten auf aufgeschlossenes Publikum.
Unser Review: Laurence Anyways

Nebenbei gabs in 2014 natürlich auch fantastische Serien zu bestaunen ... und nein, wir meinen weder Breaking Bad noch Game of Thrones ... sondern:

True Detective


Gestatten? Die wohl beste Serie die im Jahr 2014 auf DVD- und Blu-ray erschienen ist.
Was anfangs noch halbwegs nach üblicher Crime Story aussieht, entwickelt sich unterwegs zur tiefgründigen Charakterstudie mit einer forterzählten Geschichte, die es schafft die Spannung von den ersten Minute bis zum Finale Furioso konstant zu steigern. Die spielfilmartig, höchst ästhetisch produzierten 460 Minuten True Detective fesselten uns an den Bildschirm, wie es bisher kaum eine Episodengeschichte schaffte. Wahnsinnig stark!
Unser Review: True Detectives

True Detective © Warner Home Video
© Warner Home Video
Wiederum großartig: Matthew McConaughey in True Detective

The Killing


The Killing. Hochgelobt, und das völlig zu Recht. Beklemmende Bilder, nachvollziehbare Gefühle, interessante Charaktere - jeder mit seinem eigenen Abgrund -, eine dauerdüstere Grundstimmung und großartige Darsteller lassen Folge für Folge die Spannung und Dramatik steigen. Für ein Remake eine Bombe!
Unser Review: The Killing

Abschließend wollen wir noch auf ein paar interessante Themen und Rubriken hinweisen, die wir euch präsentiert haben:

Affen on your screen - mehr muss man über das Planet der Affen-Franchise nicht wissen

Last seen 23 - nur stellvertretend für weitere die diesem Last seen folgten 24 | 25 | 26

Wie immer war das sicher eine äusserst subjektive Auswahl, aber so ist es für uns gewesen, das Kino-, DVD- und Blu-ray-Jahr 2014. Und damit wünschen wir euch einen ein erfolgreiches neues Jahr 2015 und hoffen euch wiederzusehen auf onyourscreen.de.


© Text: onyourscreen.de / AS

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