Ben © Anolis
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Artikel vom 23.07.2018 | Heimkino->Blu-Ray

Ben



*singt* Tschiep, Tschiep, Tschiep ...*singt*


Im Jahr 1971 war Willard ein Riesenerfolg für "Bing Crosby Productions" - ein Erfolg, der eventuell etwas überraschend kam. Hätte man einen so großartigen Main Character wie Willard Stiles ansonsten am Ende des Rattenschockers sterben lassen? Wohl kaum. Doch glücklicherweise hatte man mit der Ratte Ben einen weiteren wichtigen Protagonisten aus Willard überleben lassen. So kam es, dass man 1972 um den tierischen Star und seine tausendfache Gefolgschaft unter dem Titel Ben ein direkt anschließendes Sequel in die Kinos brachte. Diesen dürfen wir nun dank "Anolis" im schicken Mediabook direkt neben Willard in deren Mediabook-Reihe "Phantastische Filmklassiker" stellen, natürlich nicht ohne ihn vorher ausgiebig zu sichten ...

Ben © Anolis
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Danny und Ben

Mediafacts
Ben © Anolis
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Ben, Mediabook Cover B
Titel: Ben
Originaltitel: Ben
getestete Version: Mediabook
Cast: Lee Montgomery, Joseph Campanella, Arthur O'Connell
Regie: Phil Karlson
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: Anolis Entertainment
Erscheinungstermin: 2018
Produktionsjahr: 1972
Spieldauer: 92 Minuten (24fps)
Sprache: Deutsch DTS HD-MA 2.0 Mono / Englisch DTS HD-MA 2.0 Mono
Bildformat: High Definition Widescreen (16:9 1,85:1) 1920x1080p
Regioncode: 2
FSK: ab 16 J.

Filmkurzbeschreibung


Nachdem Willard Stiles durch seine einst treue Rattenhorde zu Tode gekommen ist, wird die Oberratte Ben von dem kränklichen Jungen Danny in Sicherheit gebracht. Obwohl Danny dem Tier viel Zuneigung entgegen bringt, kann er nicht verhindern, dass die Ratten ihren einmal eingeschlagenen Weg des Terrors fortsetzen. Unter der Führung Bens nehmen die Angriffe kein Ende und als es zu Todesfällen und Übergriffen kommt, sind Ordnungshüter und Bürger machtlos gegen die schier zahllosen und aggressiven Nagetiere. Ist das Rattenheer aufzuhalten, ehe weitere Opfer zu beklagen sind, oder wird eine ganze Stadt zu Rattenfutter?

Auch in Ben übernahm wiederum Gilbert Ralston die Aufgabe ein stimmiges Drehbuch zu verfassen und ebenso wie in Willard, begnügte er sich nicht damit, einen simplen Tierhorrorstreifen zu entwerfen. Nein, auch Ben ist eine Mischung aus Drama und Horror, auch wenn die Story nicht ganz die erzählerisch hohe Qualität des Vorgängers erreicht. Tatsächlich dürfen wir hier Einzelgänger Danny, einen schwer herzkranken Jungen, begleiten, der in Ratte Ben einen neuen Freund findet. Dargestellt von Lee Montgomery erlangt Danny aber - naturgemäß, auch aufgrund seines Alters - nicht die Tiefe, wie sie ein Willard Stiles erreichte. An seiner Seite darf man die (zurecht und bis heute) vielbeschäftigte Meredith Baxter als seine Schwester bewundern, etwas weniger Screentime erlangt Rosemary Murphy als alleinstehendes Familienoberhaupt. Weitere Hauptrollen wurden ebenfalls mit durchaus bekannten Größen besetzt - so dürfen wir noch Joseph Campanella als besorgten Polizeichef und den ebenfalls sehr beliebten Arthur O'Connell als windigen Reporter in Augenschein nehmen. Doch der eigentliche Star des Streifens ist, genauso wie in Willard, selbstverständlich Ben und seine Schar von nagenden Familienmitgliedern, die wohldressiert, geschickt abgefilmt und mit Minitricksereien aufgewertet, wie eine millionenfache Meute wirken. Tierschützern darf man hier flott den Wind aus den Segelns nehmen - auch wenn es bei einigen Stellen scheint, als wenn man sie ersäufen und mit Flammenwerfern ausrotten will, ist wohl keinem der mit Erdnussbutter trainierten Nager etwas passiert.

Ben © Anolis
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Cover des Michael Jackson Album "Ben"
Musikalisch darf man sich hier über gesungene Ohrwürmer des jungen Protagonisten freuen (die auf deutsch etwas gestelzt rüberkommen) während er in seiner leicht überladen wirkenden Spielgarage mit Marionetten hantiert, Klängen aus der Hand von Walter Scharf lauschen oder - man höre und staune - den Titelsong "Ben", gesungen von Michael Jackson, genießen. Der entstammt dem gleichnamigen, zweiten Soloalbum des Aunahmekünstlers, noch während seiner Zeit mit den "Jackson Five". Der Song wurde mit dem Golden Globe ausgezeichnet, erhielt sogar eine Oscarnominierung und wurde in mehreren Ländern ein Hit.

Das meint Onyourscreen.de zum Mediabook


Ebenso wie Willard liegt nun auch Ben prächtig gemastert, in herrlich frischen Farben und klarem Ton vor. Prima! Anolis stellt uns damit nach Mutant (OYS-Review) und Willard (OYS-Review) nun bereits den dritten Eintrag in ihrer Mediabook-Reihe "Phantastische Filmklassiker" vor. Wie bisher auch dürfen wir sammelwütigen Filmnerds uns zwischen zwei Covervarianten entscheiden. Cover A ist dem Original-Filmposter nachempfunden, Cover B scheint dem italienischen Kinoplakat entliehen zu sein und gefällt uns persönlich (bis auf den zu großen, nur schwarzen Bereich im unteren Viertel) etwas besser. Wie auch schon Willard liegt Ben keine DVD sondern ausschließlich eine Blu-ray bei. Das ausgezeichnet von David Renske aufbereitete, 20-seitige Booklet entschädigt allerdings auch hier wiederum für den fehlenden Datenträger.

Ben © Anolis
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Die Covervarianten zu Ben

Folgende Extras fanden ihren Weg in die Veröffentlichung:
> Audiokommentar mit Lee Montgomery (O-Ton mit dt. Untertiteln)
> Interview mit Lee Montgomery (O-Ton mit dt. Untertiteln)
> Deutsche Kinofassung
> US Kinotrailer
> US Radio und TV Spots
> Werberatschlag
> Presseheft
> Filmprogramm
> Bildergalerie


Das Onyourscreen.de-Fazit zu BEN


Ben ist kein Willard. Dessen erzählerische Qualität kann er nicht erreichen und auch der sehr gut agierende Cast ersetzte eben keinen Ernest Borgnine, Jody Gilbert oder und vor allem Bruce Davison. Und doch kann man sehr viel Freude an Ben haben, der mit mehr Blut und mehr Rattenhorror eindeutig neben seinen Vorgänger in den Tierhorror-Giftschrank gehört - vor allem in dem schicken Mediabook von Anolis.

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Bild links Bild rechts
  • Ben<br>© Anolis
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Ausblick


Mit Mutant haben wir ja nun schon einen 1980er, mit Willard und Ben zwei 1970er-Filmklassiker in der neuen Mediabookreihe sehen dürfen. Mit Geheimagent Barrett greift ein wurde uns ja schon einmal ein 1960er avisiert, dem Deckblatt des neuesten Mediabooks dürfen wir neben diesem mit Im Banne des Dr. Montserrat einen weiteren möglichen Kandidaten entnehmen (das könnt ihr auch unserem "So schaut's aus"-Video im Review erkennen) ... mal sehen was uns Anolis tatsächlich als nächstes präsentiert.


© Text: onyourscreen.de / AS


 
 
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