Ausgequetscht
Artikel vom 07.03.2012 | Heimkino->DVD

AUSGEQUETSCHT



Hmm... und nochmals hmm


Zum Glück bestätigen Ausnahmen nicht immer die Regel mag man sich in diesem Falle vielleicht denken. Denn was Regisseur Mike Judge, bekannt durch „Beavis and Butt-Head“, „Idiocracy“ (OYS-Review) und „Alles Routine“(OYS-Review), 2009 in die filmische Waagschale gelegt hat, bedient wohl nur ganz besondere Geschmacksnerven. Nun ja, aber die sind bekanntlich auch bei jedem recht verschieden ... wie auch immer – die Komödie „Ausgequetscht“ (im Original: „Extract“) ließe sich auf folgende Weise beschreiben: „Lauwarmer Saft ohne markantes Geschmacks-Aroma“ oder aber „ein Film kann einem manchmal ganz schön auf die Nüsse gehen“! Hmm, da wären wir doch gleich voll im Thema...

Mediafacts
Ausgequetscht
Cover: Ausgequetscht
Titel: Ausgequetscht
Originaltitel: Extract
getestete Version: DVD
Cast: Jason Bateman, Mila Kunis, Kristen Wiig
Regie: Mike Judge
Produktionsland: USA
Studio/Verleih: STUDIOCANAL
DVD-Release: 2010
Produktionsjahr: 2009
Spieldauer: 88 Minuten
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1), Deutsch (DD 2.0)l 5.1)
Regioncode: 2
Format: 16:9 - 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Kurze Filmbescheibung


Joel Reynold (Jason Bateman) ist der Besitzer einer Firma für Lebensmittelaromen. Während das Geschäft mit den Extrakten anständig läuft, läuft zuhause mit seiner Frau Suzie (Kristen Wiig) nichts mehr. Da kommt Joel das verlockende Kaufangebot von einem großen Unternehmen gelegen, um etwas entspannter und sorgenfreier in die Zukunft blicken zu können. Doch ein Betriebsunfall, bei dem ein Mitarbeiter einen Hoden einbüßt und daraufhin die Firma verklagen will, sorgt für viel Unruhe im Betriebsklima. Und dann taucht auch noch die attraktive Cindy (Mila Kunis) auf, die sich mit Trickbetrügereien durchschlägt und Joel schöne Augen macht. Joels Kumpel, der Barkeeper Dean (Ben Affleck) schlägt ihm vor, seine Ehefrau Suzie von einem Gigolo verführen zu lassen, sodass Joel sich ohne schlechtes Gewissen in eine Affäre mit Cindy stürzen könnte. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und bald ist es für Joel an der Zeit, sich aus dem ganzen Schlamasseln heraus zu manövrieren.



Das meint onyourscreen.de zum Film


Mike Judge hat mit einer Handvoll guter Schauspieler einen recht wenig geglückten Film gedreht. Die Geschichte nimmt nur ansatzweise an Fahrt auf und ringt einem nur an wenigen Stellen ein ernst gemeintes Lachen ab. Die Charaktere sind zwar schön schräg, doch in Judges viertem Regie-Werk sind die genialen Momente sehr rar gesät, es fehlt einfach an Kompromisslosigkeit, der Mut hat den Regisseur bei diesem Film zu oft im Stich gelassen. Das merkt man an einigen Stellen recht deutlich, so zum Beispiel als sich Joel bei seinem Kumpel Dean einen Pferdetranquilizer zusammen mit hochprozentigen Spirituosen einwirft und danach noch einen Bong raucht. Da wartet man vergebens auf die aberwitzigsten Folgen, doch der gut gemeinte Ansatz verpufft leider ein wenig im Nichts...

Manche mögens intelligent (finden)


Auch wenn es sich bei "Ausgequetscht" um eine kleine Produktion handelt, hat Mike Judge bereits in der Vergangenheit mit den beiden Independentkomödien „Idiocracy“ (2006) oder „Alles Routine“ (1999) bewiesen, dass auch Low-Budget-Filme durchaus erfolgreich und vor allem intelligent sein können. Den Kultstatus diesen beiden zuletzt genannten Titel wird „Ausgequetscht“ wohl eher nicht zuteil. Zu flach, zu wenig Ecken und Kanten hat der Film dafür, daran vermögen auch gestandene Schauspieler wie Jason Bateman, Ben Affleck oder der Gastauftritt von Gene Simmons (dem Bassisten von KISS) nichts zu ändern. Wenn überhaupt, ist eigentlich nur der verschrobene Nachbar witzig, der vor allem aufgrund seiner stoischen und zugleich aufdringlichen Art, die jedem irgendwann auf die Nüsse geht, ein wenig für Amüsement sorgt.

Trailer: Ausgequetscht

Onyourscreen.de-Fazit: Selbstmordgefahr für den DVD-Player


Okay, das ist natürlich ein wenig überspitzt formuliert, gleich von Suizid der heimischen Kinoanlage zu sprechen, doch irgendwie hatte man mehr von der 88-minütigen Komödie erwartet. Der Film flimmert nur so vor sich hin, weder der Eyecatcher Mila Kunis noch die netten Extras - bestehend aus geschnittenen und erweiterten Szenen, Fotogalerien, Trailern etc - können da noch was herausreißen. Aber es soll tatsächlich Individuen geben, die diesen Film gut finden – nun ja, dann bleibt uns wohl nur die altbewährte Divise an den Mann und die Frau zu bringen, sich selbst ein Urteil von dem Film zu machen. Doch sagt nachher nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt!


© Text: onyourscreen.de / SN

 

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