Atomic Blonde © Universal
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Artikel vom 02.08.2017 | Echtes Kino

Atomic Blonde



Charlize lässt's krachen


Atomic Blonde © Universal
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Atomic Blonde
Atomic Blonde ist stylisch, actionlastig und in Teilen absolut cool. Ob mehr hinter dem von Hauptdarstellerin Charlize Theron mitproduzierten Streifen steckt, lest ihr in unserem Review. Der Kinostart des starbesetzten Actionthrillers ist am 24. August 2017.

Filmkurzbeschreibung


„Glasnost” und „Perestroika“ bringen die Mauer zu Fall. Der eiserne Vorhang und der kalte Krieg sind fast Geschichte. Doch das ist nicht DIESER Film... 1989, Berlin: Die Top-Agentin Lorraine Broughton hat die Order, Informationen höchster Brisanz zu besorgen. Doch die geteilte Stadt fordert von ihr das Äußerste - es geht buchstäblich ums nackte Überleben. Mit Kalkül, Sinnlichkeit und unerbittlicher Härte kommt sie Zug um Zug ihrem Ziel näher. Denn eins steht fest bei dieser tödlichen Schachpartie: Über Bauernopfer entscheidet allein die blonde Königin.

Das meint onyourscreen.de zum Film


Ganz schön düster und abgefuckt stellt David Leitch sowohl das West- als auch das Ost-Berlin von 1989, nur wenige Tage und Stunden vor dem Mauerfall, dar. Kontrastreich fallen dazu ganz andere Szenen ins Auge, die so hochglanz-poppig sind, das es nur raucht. Klamotten, Fahrzeuge und ganz vorne dran die effektvoll eingesetzte Musik der ausgehenden 1980er, lassen den Thriller-Action-Mix ganz schön rocken. Da sitzten Pointen und Spitzen innerhalb der Playlist, die vor allem aus NDW- , zeitgenössischem Pop- und New Wave-Stücken besteht. So effektvoll wurden simple Musikstücke wohl selten innerhalb eines Actioners eingesetzt. Doch auch und vor allem die vom langjährigen namhaften Stuntman und John Wick-Regisseur (der sich gerade an Dead Pool 2 versucht) David Leitch erschaffenen Actionsequenzen sind aller Ehren wert. Sehenswert sind die großartige Verfolgungsjagd mit ganz eigenem Look und Draufsicht, aber ebenso die teils minutenlangen (nahezu ungeschnitten wirkenden) Brawls zwischen Lorraine Broughton, ihres Zeichens Top-Agentin des MI6, und ihren diversen Gegenspielern. Hier muss man vor allem Charlize Theron herausstellen, die die unverhohlene Härte der Kämpfe und Shootouts mehr als glaubhaft darstellt. Die Action stimmt also in Atomic Blonde - nicht ganz so stimmig ist das Timing und das Tempo des Films, die von der gewählten springenden Erzählweise nicht profitieren können. Auch die Charakterisierung der wichtigeren Nebenfiguren gelingt nicht hundertprozentig, so daß es oftmals schwer fällt, den etwas wischi-waschi vorgetragenen Twists und Turns der Story zu folgen.

Trailer: Atomic Blonde

Das Onyourscreen.de-Fazit zu Atomic Blonde


Basierend auf der Graphic Novel "The Coldest City" schafft es das Drehbuch nicht ganz, den Zuseher bei Laune und unter Spannung zu halten. Die teils vorgreifende Erzählweise ist hier einfach nicht hilfreich. Doch trotzdem ist hier der bessere und interessantere John Wick-Streifen zu sehen, auch weil Charlize Tehron mehr als glaubhaft darstellt, was für ein Biest sie sein kann - von Femme fatale zu Hulk und wieder zurück. Krass, das!


© Text: onyourscreen.de / AS

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