2009 Lost Memories
Artikel vom 28.04.2011 | Heimkino->DVD

2009 LOST MEMORIES



Durchaus interessanter SciFi-Thriller aus Fernost


Thriller? Actioner? Science Fiction? Nun: die hochinteressante Story aus südkoreanischer Feder welche mit einem historischen Alternativ-Abriss unserer herkömmlichen Zeitgeschichte des zurückliegenden Jahrhunderts und einem ultraharten Shoot-Out "Gut gegen Böse" (wobei sich das wer ist denn nun wer durchaus im Film dreht) beginnt, bietet ein wohldosiertes "von jedem etwas" - gepaart mit einigen Einblicken in die reale Geschichte und möglicherweise etwas zu viel südkoreanischem Pathos.

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Mediafacts
2009 Lost Memories
Cover: 2009 Lost Memories
Titel: 2009 Lost Memories
Originaltitel: 2009 로스트메모리즈
getestete Version: 2-DVD Special Edition
Cast: Jang Dong-gun, Toru Nakamura
Regie: Lee Si-myung
Produktionsland: Südkorea
Studio/Verleih: Rough Trade Distribution GmbH
DVD-Release: 2003
Produktionsjahr: 2002
Spieldauer: 135 Minuten
Format: PAL
Sprache: Deutsch (DD 5.1), Deutsch (DD 2.0), Koreanisch (DD 5.1), Japanisch (DD 5.1)
Regioncode: 2
Format: 16:9 - 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 18 Jahren

Film-Kurzbeschreibung


Verdrehte Welt: Die Amerikaner haben zusammen mit ihrem Alliierten Japan den Zweiten Weltkrieg für sich entschieden - dumm für Berlin, die Atombombe hat statt Hiroshima bzw. Nagasaki die deutsche Stadt getroffen und Korea ist von den Japaner annektiert worden. All das verursacht durch das1909 im chinesischen Harbin verhinderte Attentat auf den Politiker Itō Hirobumi. Soweit das alternative historische Szenario des Films der im Jahr 2009, 100 Jahre nach dem verantwortlichen Auslöser im südkoreanischen Seoul spielt.
Die Terrrorgruppe Hureisen-Jin kämpft seit Jahren für das unabhängige Korea und verübt 2009 einen Anschlag auf eine japanische Kunstausstellung. Geiseln werden genommen und das Museum wird von der terroristischen Einheit besetzt. Das Japan Bureau of Investigation (JBI) gibt den sofortigen Zugriff aus und stürmt, angeführt vom Koreaner Sakamoto und seinem japanischen Kollegen (und Freund) Saiko (Tôru Nakamura) das Gebäude erfolgreich aber sehr blutig. Während der nachfolgenden Recherche und Untersuchung des seltsam anmutenden Angriffs der Terroristen stösst Sakamoto immer weiter auf verwirrende Einzelheiten, auch auf welche die ihn bzw. seinen verstorbenen Vater betreffen. Auch die Firma die die Ausstellung finanzierte gerät immer mehr in den Focus seiner Nachforschungen, doch weitere Ermittlungen in diese Richtung werden ihm daraufhin verboten. Als er bei einem weiteren Attentat direkt auf die Terroristen trifft, begibt sich der Koreaner an eine Grenze, die nicht nur ihn in unfassbare Umstände verwickelt ... mehr der interessanten Story wollen wir nicht vorweg nehmen.

2009 Lost Memories
2009 Lost Memories, Backcover

Das meint onyourscreen.de zum Film


Actionfans kommen bei 2009 Lost Memories alsbald auf ihre Kosten. Nur wenige Minuten nach Filmbeginn wird ausgiebig gefeuert, gesprengt und Terroristen eliminiert. Auch zwischendrin und dann wieder gegen Ende muss der geneigte Zuseher nicht auf schnelle und harte Einlagen verzichten. Das hat man so zuletzt eher selten aus dem südkoreanischen Lager sehen können. Der Kern des Films und damit das tragende Element - die durchaus phantastische Story - wird eher langsam, dialoglastig und ruhig vermittelt. Sprich: ohne Hektik aber dafür mit etwas too much südkoreanischem Patriotismus. Aber neben gelungener Action hat man sich in Südkorea halt auch den triefenden Pathos mancher hollywoodschen Erzeugnisse zu eigen gemacht. Es sei ihnen gegönnt, er ist durchaus erträglich - nicht ganz so schlimm wie in Pearl Harbor und Co.
Doch kommt die im Mittelteil vielleicht etwas zu durchsichtige Story gänzlich in Schwung ist man recht schnell wieder bei der Sache und erlebt einen durchaus intelligenten High-Budget-Film, in dem auch die meisten schauspielerischen Leistungen überzeugen. Oft wird dem Streifen eine zu langatmige Inszenierung vorgeworfen - grundsätzlich meint die Kritikerschar das die 133 Minuten ein wenig überzogen sind. Quatsch mit Soße, die Länge ist durchaus vertretbar - wenn überhaupt mag man das als "positive Langatmigkeit" bezeichnen ... Wirklich übel kann man dem Film die Glorifizierung der südkoreanischen Seite und die tumbe und gefühlskalte Darstellung der Japaner nehmen - das wirkt doch rasch ein wenig zu sehr wie Propaganda. Das mag der einen oder anderen sensiblen Seele sauer aufstoßen. Uns war es zwischendrin auch etwas viel Pathos, die Actionszenen kamen uns manchmal unausgegoren vor und doch haben wir uns unterhalten gefühlt. Man muss ja nicht immer alles auf die filmische Goldwaage legen.

2009 Lost Memories
2009 Lost Memories, Slipcover und Amaray

Das meint onyourscreen.de zur DVD


Nun, ein Film der 2002 und mit durchaus hohem finanziellen Aufwand produziert wurde, verdient einfach ein besseres Bild. Möglicherweise ist die Farbarmut ja noch als Stilmittel durchzubringen, aber das größtenteils fast unscharfe Bild verbirgt zumindest bei näherem Hinsehen einiges an Details. Der Ton ist duchweg ok, aber kein wirkliches Highlight. Das auf unserer 2 DVD Limited Edition befindliche Bonusmaterial erstreckt sich über ausufernde 2 1/2 Stunden, ist aber nur zum Teil wirklich interessant. Die Produktions-Doku und das Making.of (leider teilweise mit Inhaltsdoppelungen untereinander) sind die Highlights auf der Extras-DVD.
Zur Optik und Haptik der DVD: Das recht schicke Slipcover beherbergt die eigentliche Amaray-Hülle mit den zwei DVDs und einem Einleger mit aufgedruckter Kapitelübersicht - was leider ja auch nicht mehr wirklich zum Ausstattungsstandard gehört. Präsentiert wird das Ganze von e-m-s in der sogenannten "Cine Magic Asia"-Edition, die mittlerweile ja schon recht umfangreich daherkommt. Doch dazu demnächst mehr.

Trailer: 2009 Lost Memories

Onyourscreen.de-Fazit zu 2009 LOST MEMORIES


Sicher, das hohe Budget sieht man dem Film an. Sicher, man kann sich durch 2009 Lost Memories durchweg unterhalten lassen. Sicher, der FIlm hat Längen, Schwächen und tropft nur so vor Heimatstolz und so wirklich neu ist die Story auch nicht. Aber ganz sicher ist, dass das nach Shiri einer der besseren Action-Filme aus südkoreanischen Regiehänden ist. Auf Arte wird der Film wohl nie zu sehen sein, aber die heimische DVDthek darf man damit durchaus bereichern.

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© Text: onyourscreen.de / AS

 

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